seidenfeins Blog vom schönen Landleben: April 2019

27.04.2019

HANAMI gehäkelte Kirschblüten Decke * Tutorial * crochet a cherry flower blanket

Die Kirschblütenzeit ist für mich immer etwas ganz besonderes. Ich habe zwar nur einen ganz winzigen Kirschbaum, dafür haben unsere Nachbarn eine wahnsinnig große Kirsche im Garten.
Wenn die blüht, stehen wir in einem Schneegestöber aus Blütenblättern.



Diese Blütenfülle hat mich zu einem Häkelprojekt aus unzähligen kleinen gehäkelten rosa Blüten inspiriert. Dafür kann ich alle rosa Baumwollgarne verwenden, die sich bei mir angehäuft haben. Da ich irgendwie immer rosa einkaufe, wenn ich es entdecke, habe ich eine Menge davon. Ein paar Docken können gern weggehäkelt werden um Platz zu schaffen.

Die kleinen Blüten sind schnell gehäkelt und sehen wirklich sehr hübsch aus. Da ich das Zusammennähen dieser Mengen einfach sehr abschreckend finde, häkle ich nach Möglichkeit alles was geht zusammen. Das hat zudem den Vorteil, daß sich keine Teile lösen und später nochmal genäht werden müssen, denn das ist für mich ein echtes Ärgerniss




Ich zeige Euch gern - nachdem ich mehrmals auf Instagram danach gefragt wurde - wie das geht.
Ein kleines Tutorial fürs Wochenende. Wunderhübsch wäre diese Kirschblütendecke auch in schönen Blautönen - dann wären natürlich keine Kirschblüten sondern eine zauberhafte Vergißmeinichtwiese ...





Häkelschrift: Kirschblüten




Bilder Tutorial

die erste Blüte /
das Mittelteil:

 Einen Fadenring legen - 2 Luftmaschen häkeln - 10 halbe Stäbchen in den Fadenring häkeln


Den Fadenring zusammenziehen - durch die zweite Luftmasche stechen und - die Runde mit einer Kettmasche schließen 


 Das Fadenende mit dem laufenden Faden  -  auf der Rückseite verknoten.
Das Mittelteil ist fertig. 
Das Fadenende wird auf der Rückseite beim Häkeln der Blütenblätter umhäkelt. 
Dadurch entfällt das Vernähen der Fäden. 


Blütenblätter:


2 Luftmaschen häkeln -  in die nächste Masche 1 halbes Stäbchen häkeln


 in die gleiche Masche insgesamt 3 Stäbchen häkeln


1 Luftmasche häkeln - in die nächste Masche 1 Kettmasche häkeln. 
Das erste Blütenblatt ist fertig

*
die nächsten Blütenblätter genauso häkeln:

 * 2 Luftmaschen - in die nächste Masche: 1 halbes Stäbchen + 3 Stäbchen
1 Luftmasche mit 1 Kettmasche in der nächsten Masche befestigen *
von * bis * wiederholen


eine Blüte ist fertig. Faden durchschneiden und durch die letzte Kettmasche ziehen,
rückseitig vernähen.



Blüten aneinanderhäkeln

Ich habe kein festes Schema, an welchen Stellen ich die Blüten miteinander verbinde, sondern
lege die neue Blüte einfach an die Stelle, an der sie eingefügt werden soll. Normalerweise wird die
Mitte fertig gehäkelt sowie 1 Blütenblatt - danach folgt das Anhäkeln.

Dazu wird das nächste Blütenblatt soweit gehäkelt, bis das 1.Stäbchen fertig ist.
Die Schlaufe wird von der Nadel genommen und durch eine Masche 
der breits fertig gehäkelten Blüte gezogen



Danach kann das 2. und 3. Stäbchen der anzufügenden Blüte gehäkelt werden


Mit den weiteren Blütenblättern geht es genauso



Größe

Die Blüten habe ich aus 2,5/3er unmercerisiertem Baumwollgarn gehäkelt
2,5er Nadel
Die Blüte ist 4cm groß
pro 10x10cm sind es 13 Blüten


Verbrauch

Garngewicht pro 10cm² :  7,5g        
bei einer Lauflänge 50g / 160m = 24 lfm für 10cm²







Ich wünsche Euch ein wunderschönes Wochenende !
Macht es Euch schön,
Eure Eva

 



13.04.2019

Kumquat - Marmelade .... zu Scones * recipes * Kumquat - jam .... and scones

In unserer Obstretter - Kiste finden sich zur Zeit immer mal wieder ein paar Kumquats.
Auspressen lohnt sich ja nun wirklich nicht, mehr als ein halber Teelöffel Saft ist nicht drin.

Aber Marmelade lohnt sich auch bei wenigen Früchten, wenn man ein gutes Rezept findet.
Ich habe mich also durchs Internet gewühlt, die Zutaten etwas abgeändert und kann Euch
dieses Rezept nun sehr empfehlen:



Kumquat - Marmelade


200g Kumquats quer in 3mm dünne Scheiben schneiden,
Kerne entfernen
250ml Orangensaft abmessen
250g Gelierzucker 1:1
1/4 Teelöffel gemahlene Vanilleschote






Orangensaft mit den Kumquatscheiben und dem Gelierzucker vorsichtig 
vermengen und 2-3 Stunden bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. 

Marmelade langsam erwärmen, vorsichtiges umrühren nicht vergessen !
Danach Temperatur steigern und Marmelade zum Kochen bringen.
Schaum vorsichtig abschöpfen, Marmelade in sterilisierte Gläschen füllen.
Bei mir hat die Menge für 3 kleine Marmeladengläser gereicht ( ungefähr   ml)



( im Hintergrund - gesammelte Bio-Zitrusschalen in Wodka )










Die Kumquat - Marmelade schmeckt herrlich zu Croissants oder 
zu warmen Scones mit Butter und Clotted Cream





und deshalb hier noch mein Rezept für:




Orangen - Scones
für ca 16 Stück

280g Mehl 450er
1  1/2 Teelöffel Backpulver
60g extrafeiner Zucker
1/2 Teelöffel Salz
150g Süßrahmbutter in kleine Würfel geschnitten
abgeriebene Schale 1 Bio - Orange ( => unbehandelt )
50g Rosinen
125 ml Buttermilch
Milch zum Bestreichen


Den Backofen auf 200°C Umluft voheizen. 
Ein Backblech einfetten und bemehlen

Mehl, Backpulver, Zucker und Salz in einer großen Schüssel vermischen. 
Die Butter unterarbeiten, bis eine krümelige Mischung entsteht

Orangenschale und Rosinen zugeben und zusammen mit der 
Buttermilch unterrühren





Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca 2cm dick ausrollen und
mit einer runden Form ausstechen. Ich habe früher immer ein Glas benutzt, inzwischen
habe ich dafür einen großen Ausstecher mit ca 6cm Durchmesser


Die Scones auf das Backblech legen und mit Milch bestreichen

12 - 15 Minuten backen, bzw. bis sie goldbraun sind.
Noch heiß oder warm servieren. 


Dazu gibt es bei uns immer kalte frische Butter und 
mittelfest geschlagene Sahneund natürlich unsere
aktuelle Lieblingsmarmelade




Und ja - das verläuft alles auf den heißen duftenden Scones - und schmeckt oberlecker !





Ich verschwinde jetzt zu Hund & Sofa - und häkle noch ein Stück.
Die nächste Decke soll ja bald fertig werden....



 

Macht es Euch schön !
Eure Eva





07.04.2019

Rhabarberkuchen am Sonntag * rhubarb cake on sunday




Nach langer Abwesenheit schleiche ich mich mal wieder zum Blog. Irgendwie war ich so mit dem Alltag beschäftigt ( und Instagram ) das mir das Bloggen ganz abhanden gekommen ist. Das ist schade. Ich denke oft, daß ich    u n b e d i n g t  mal wieder etwas schreiben oder hier zeigen will, und dann war wieder so viel zu tun, daß ich nur noch aufs Sofa falle.

Heute aber habe ich es endlich mal geschafft und möchte Euch "Hallo" sagen. Morgens waren wir schon früh auf, denn wir wollten beim Frühstück entscheiden, ob wir in den Harz fahren, oder doch den fast fertigen Flur mit Bildern aus Norwegen behängen. Den haben wir vor einer Weile mit hübschen Leisten und mit Kreidewandfarbe gestrichen...







Norwegen ist dieses Jahr unser Urlaubsziel. Unsere Vorbereitungen beginnen langsam anzulaufen. Und dazu gehört unbedingt die neu angeschafften Trekkingschuhe gut einzulaufen.

Dieses Jahr ist eine Fahrt zum Nordkap geplant. Mit dem Miet-Wohnmobil durch Dänemark, Schweden und Finnland - durch Lappland in Richtung Barentsee. Dann ein Bogen zum Nordkap, zu den Lofoten und danach gemächlich gen Süden - also nach Mittel-Norwegen. Mit vielen vielen Wanderungen mit beiden Hunden. Wir sind schon ganz zappelig.




Es wird also Zeit, unsere neuen Schuhe einzulaufen, am Besten gleich im Harz. Also ist die Entscheidung zu Gunsten der Wanderung gefallen. Bei diesem herrlichen Wetter ist das doch ideal.

Wer hätte gedacht ( ich jedenfalls nicht ) das im Harz noch ordentlich Schnee liegt. Unser Ausflug war eine echte Überraschung mit Schnee bei 18°C, Sonne und Kiefernduft.









Zuhause angekommen haben wir uns mit Rhabarberkuchen belohnt. Mir ist gestern beim Einkaufen ein Bund Rhabarber quasi entgegengesprungen. Ich liebe es, diesen süß-sauren Oldschool - Kuchen zu backen. Ein echter Landküche - Kuchen wie von meiner Omi. Für mich läutet Rhabarberkuchen sozusagen den Frühling ein





Und weil auf  Instagram bereits danach gefragt wurde, hier das Rezept:



Vintage-Rhabarberkuchen
Rezept


für eine große Springform ( Durchmesser ca 30cm ) 


Zutaten:

150g Dinkelmehl 640er
50g Weizenmehl 450er
50g Speisestärke
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel gemahlene Vanilleschote

300g Eier ( mit Schale gewogen )

200g Rohrzucker
50g Haushaltszucker

250g Butter, in kleine Flocken geschnitten : zimmerwarm

2 Stangen Rhabarber in schmale Stücke ( 8-10mm breit ) geschnitten

5 Eßlöffel Rohrzucker zum Bestreuen

etwas Butter und Mehl für die Backform





Vorbereiten:


Form buttern und bemehlen
Backofen auf 175°C Umluft vorheizen, Backgitter in das untere Drittel stecken

Eier trennen




Zubereiten:

Eiweiß steif schlagen und beiseite stellen

Eigelb mit Rohr - und Haushaltszucker sowie der Vanille sehr cremig schlagen,
Die Butterflocken zugeben und verrühren
Mehle und Speisestärke mit dem Backpulver mischen und langsam zugeben
Eischnee unterheben und den Teig in die vorbereitete Springform gießen.
Gleichmäßig verteilen.

Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen und alles mit den 5 Eßlöffeln Rohrzucker bestreuen.

Im unteren Drittel des Backofens ( mit Unterhitze ) ca 35- 40 Minuten backen, bzw. bis der Teig durch und die Oberfläche schön gebräunt ist.
Stäbchenprobe machen !


 

Dazu frisch geschlagene Sahne mit etwas Zucker und Vanille !
So lecker !


Und währen wir gemütlich Kuchen knabbern, blüht und summt es im Garten. Die Bienen von Herrn Seidenfein,Wildbienen und Hummeln sind schon fleißig unterwegs und sammeln Honig




Und weil Fleiß manchmal ansteckend ist, werde ich mich heute abend wieder an die nächste Häkeldecke setzen. Alle Innenteile sind fertig, jetzt geht es langsam an die hübschen Blütenblätter...






Ich hoffe, Ihr hattet ebenfalls einen schönen Sonntag und genießt den herrlichen Frühling !


Macht es Euch schön !
Eure Eva