seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Harz
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07.04.2019

Rhabarberkuchen am Sonntag * rhubarb cake on sunday




Nach langer Abwesenheit schleiche ich mich mal wieder zum Blog. Irgendwie war ich so mit dem Alltag beschäftigt ( und Instagram ) das mir das Bloggen ganz abhanden gekommen ist. Das ist schade. Ich denke oft, daß ich    u n b e d i n g t  mal wieder etwas schreiben oder hier zeigen will, und dann war wieder so viel zu tun, daß ich nur noch aufs Sofa falle.

Heute aber habe ich es endlich mal geschafft und möchte Euch "Hallo" sagen. Morgens waren wir schon früh auf, denn wir wollten beim Frühstück entscheiden, ob wir in den Harz fahren, oder doch den fast fertigen Flur mit Bildern aus Norwegen behängen. Den haben wir vor einer Weile mit hübschen Leisten und mit Kreidewandfarbe gestrichen...







Norwegen ist dieses Jahr unser Urlaubsziel. Unsere Vorbereitungen beginnen langsam anzulaufen. Und dazu gehört unbedingt die neu angeschafften Trekkingschuhe gut einzulaufen.

Dieses Jahr ist eine Fahrt zum Nordkap geplant. Mit dem Miet-Wohnmobil durch Dänemark, Schweden und Finnland - durch Lappland in Richtung Barentsee. Dann ein Bogen zum Nordkap, zu den Lofoten und danach gemächlich gen Süden - also nach Mittel-Norwegen. Mit vielen vielen Wanderungen mit beiden Hunden. Wir sind schon ganz zappelig.




Es wird also Zeit, unsere neuen Schuhe einzulaufen, am Besten gleich im Harz. Also ist die Entscheidung zu Gunsten der Wanderung gefallen. Bei diesem herrlichen Wetter ist das doch ideal.

Wer hätte gedacht ( ich jedenfalls nicht ) das im Harz noch ordentlich Schnee liegt. Unser Ausflug war eine echte Überraschung mit Schnee bei 18°C, Sonne und Kiefernduft.









Zuhause angekommen haben wir uns mit Rhabarberkuchen belohnt. Mir ist gestern beim Einkaufen ein Bund Rhabarber quasi entgegengesprungen. Ich liebe es, diesen süß-sauren Oldschool - Kuchen zu backen. Ein echter Landküche - Kuchen wie von meiner Omi. Für mich läutet Rhabarberkuchen sozusagen den Frühling ein





Und weil auf  Instagram bereits danach gefragt wurde, hier das Rezept:



Vintage-Rhabarberkuchen
Rezept


für eine große Springform ( Durchmesser ca 30cm ) 


Zutaten:

150g Dinkelmehl 640er
50g Weizenmehl 450er
50g Speisestärke
2 Teelöffel Backpulver
1/2 Teelöffel gemahlene Vanilleschote

300g Eier ( mit Schale gewogen )

200g Rohrzucker
50g Haushaltszucker

250g Butter, in kleine Flocken geschnitten : zimmerwarm

2 Stangen Rhabarber in schmale Stücke ( 8-10mm breit ) geschnitten

5 Eßlöffel Rohrzucker zum Bestreuen

etwas Butter und Mehl für die Backform





Vorbereiten:


Form buttern und bemehlen
Backofen auf 175°C Umluft vorheizen, Backgitter in das untere Drittel stecken

Eier trennen




Zubereiten:

Eiweiß steif schlagen und beiseite stellen

Eigelb mit Rohr - und Haushaltszucker sowie der Vanille sehr cremig schlagen,
Die Butterflocken zugeben und verrühren
Mehle und Speisestärke mit dem Backpulver mischen und langsam zugeben
Eischnee unterheben und den Teig in die vorbereitete Springform gießen.
Gleichmäßig verteilen.

Rhabarberstücke auf dem Teig verteilen und alles mit den 5 Eßlöffeln Rohrzucker bestreuen.

Im unteren Drittel des Backofens ( mit Unterhitze ) ca 35- 40 Minuten backen, bzw. bis der Teig durch und die Oberfläche schön gebräunt ist.
Stäbchenprobe machen !


 

Dazu frisch geschlagene Sahne mit etwas Zucker und Vanille !
So lecker !


Und währen wir gemütlich Kuchen knabbern, blüht und summt es im Garten. Die Bienen von Herrn Seidenfein,Wildbienen und Hummeln sind schon fleißig unterwegs und sammeln Honig




Und weil Fleiß manchmal ansteckend ist, werde ich mich heute abend wieder an die nächste Häkeldecke setzen. Alle Innenteile sind fertig, jetzt geht es langsam an die hübschen Blütenblätter...






Ich hoffe, Ihr hattet ebenfalls einen schönen Sonntag und genießt den herrlichen Frühling !


Macht es Euch schön !
Eure Eva




12.11.2017

der erste Schneemann ❄ The first snowman





Endlich waren wir mal wieder im Harz, mich hat es sowas von nach draußen gezogen. Wie jedes Jahr häufen sich Arbeit und Termine gern ab Anfang November, und an keinem der wenigen Sonnentage konnte ich raus. Ich wollte in den Harz und am Liebsten ins Hochmoor, denn ich mag die schöne karge Landschaft, die herrlichen Herbstfarben und den Duft der Flechten, Moose und Tannen.
 




Von uns aus ist es nur eine Stunde Fahrt bis hinter das Torfhaus. Etwa 1,5km von Oderbrück entfernt kann man von einem Parkplatz in Richtung Dreieckiger Pfahl zum Hochmoor Bodebruch / Bodemoor laufen ( Geo-Koordinaten 51.7788201 | 10.5737276 )
 

 
 

Das Moor ist mit ca 1 Quadratkilometer recht klein, aber es gibt zwei schöne Holzwege über die Moorfläche. Hier oben entspringt die Bode mit einem dunklen Gluggern im Prinzip direkt unter dem Weg.













Eigentlich kann man von hier aus einen sehr schönen Rundweg gehen. Es ist traumhaft, aber man muß ein bischen klettern, denn teilweise geht der Weg über und durch dicke runde rutschige Felssteine. Der letzte Sturm hat aber so schlimm im Harz gewütet, daß einige Wege von umgestürzten Bäumen versperrt sind. Also umdrehen und den ganzen Weg wieder zurück zum Aussichtsturm.






Wow, war das frisch ! Bei uns ist es gerade auch schon recht kühl, aber man merkt deutlich, daß die Temperaturen im Harz noch deutlich niedriger sind. Ich fand mich mit Herbstmantel, Stiefeln, Wollstola, Mütze und Stulpen für die Finger bestens gerüstet, bis wir ausgestiegen und ein Stück gelaufen sind, und dann habe ich ordentlich gefroren. Es war sehr nebelig, denn wir sind sozusagen durch tiefhängende Wolken gewandert, alles war pitschnaß.


 


Im Aussichtsturm gab es zum Aufwärmen heißen Kakao. Herr Seidenfein denkt an alles - auch an Käsebrote ...
und wenn Ihr ganz genau hinseht, sieht man rechts unten im Bild etwas Weißes.





Das ist tatsächlich Schnee ! Und wie ich so bin, mußte ich unbedingt auch einen Schneemann bauen. Es ist zwar ein ganz kleiner geworden, denn der Winter hat ja eigentlich noch nicht begonnen, dafür hat er aber ein Kleeblatt und einen Pilzhut bekommen




so, ich schnappe mir wieder meine Häkelnadel und werde ein paar Fingerübungen machen, einen Tee trinken und meine Lieblingsserie schauen. ... Winter is coming !


Macht es Euch schön gemütlich !
Eure Eva


01.02.2015

Schnee im Winterwunderwald und Sonntagskaffee * snow in the winter miracle woode and Sunday coffee


Halli hallo ! Heute hat es uns echt gereicht. Dieses Wochenende hat es endlich geschneit und als es dunkel wurde war alles so gut wie weg. Wenn der Schnee also nicht zu uns kommt, dann fahren wir zum Schnee. Der Harz ist glücklicherweise nicht so weit von uns entfernt, also haben wir ein kleines Picknick eingepackt, den werten Herren Collie, die Kinder samt Besuch und uns selbst, und ab ging es dem Winter entgegen.







Wir sind einen unserer Lieblingswege gegangen - in der Nähe vom Torfhaus, aber doch so weit entfernt, daß sich die Menschenmassen verlieren. Der Weg geht zum Dreieckspfahl, und eigentlich war geplant, von dort aus zum Hochmoor zu gehen, daß auch im Winter wunderwunderschön sein soll. Letztes Jahr standen wir vor einem für Fußgänger gesperrten Weg.

What ? Wieso gesperrt, und ausgerechnet für FUSSgänger ? ... weil dort Loipen gespurt sind, und in der Wintersportzeit mal eben die hälfte aller schönen Wege nur noch mit Skiern "betreten" werden dürfen. Schön für Wintersportler, für und aber sehr ärgerlich.  Also haben wir gestern im Internet nachgesehen, ob wir dieses Mal dort lang gehen dürfen. Ja, bisher nicht gespurt, der Weg ist für Wanderer freigegeben.







Das war gestern. Heute war er gesperrt. Ne also wirklich, nach 1-2 Stunden Anfahrt und über einer Stunde Fußweg durch den Schnee fand ich das so gar nicht witzig. Auch wenn das nun nicht toll war, war es der Ausflug insgesamt aber sehr wohl. Die Sonne kam irgendwann durch, und da wir keinen Wind hatten, waren die -4°C durchaus angehnem.

Statt auf der Aussichtsplattform am Hochmoor gab es unser Picknick in die Schutzhütte am Dreieckigen Pfahl. Nach Streuselkuchen mit heißem Kakao und Butterbrötchen mit Würstchen haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht.












Es war herrlich zwischen den dick verschneiten Tannen mit Sonne auf der Nase und knirschenden Schnee unter den Füßen spazieren zu gehen. Die Kinder haben sich abwechselnd in den tiefen Schnee geschubst, oder sich Murphy geschnappt, um ein Stück in den Wald zu laufen.








Egal wie alt sie sind, sie finden es noch immer klasse, wenn der Hund bis zu den Ohren im Schnee verschwindet, was bei Murphy nur bei einer Schneehöhe von über 70cm funktioniert.








Zuhause angekommen, gab es nochmal Kaffee und Kuchen. Das haben wir uns aber auch verdient.






Rüblikuchen mit Kokos und Mandel und einer dicken Schicht Schnee Puderzucker . Mmmmmh ! 




So, nun bin ich richtig kaputt, aber superglücklich. Endlich Schnee ! 
Liebe Grüße,
Eure Eva