seidenfeins Blog vom schönen Landleben: spinnen
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20.01.2017

warme Winterstola - selbstgesponnen * stole made from handspun wool

Heute ist sie fertig geworden - meine warme Stola aus handgesponnener Wolle. Ich finde, sie ist super schön geworden - schlichte Streifen aus wollweißer und kamelbrauner Wolle immer schön im Wechsel.





Die Kante habe ich ein bischen anders als sonst behäkelt. 3 Muscheln wechseln sich mit 3 Picots ab. Das wirkt moderner, und das sollte es auch, denn das Teil wird ab heute zu meinem Mantel getragen.
Drinnen mag ich auch gern romantische Stricksachen, aber zu meinen Winterjacken passt das nicht so gut.








Die Stola habe ich sehr trickreich gestrickt. " Ach trickreich ? Na warum denn ? Sie ist doch nur kraus rechts gestrickt ! " könnte man einwenden. Stimmt alles. Ich hatte bei der Wolle aber das Problem, daß ich nicht die leiseste Ahnung hatte, wieviel Wolle ich brauche, und was für eine Lauflänge zu Verfügung steht. Es waren halt zwei unterschiedlich große Wollknäul.

Also macht es keinen Sinn 200 Maschen anzuschlagen, wenn zum Schluß keine Wolle für die letzten 20cm da sind, und die Stola wie abgebissen aussieht. Also habe ich mit 3 Maschen angefangen von der Spitze zur Basis zu stricken. Am Anfang ging das richtig schlecht, aber nach 15cm war es gar kein Problem mehr. Ich habe immer in der ersten wollweißen Reihe am Rand rechts und links je 1 Masche zugenommen. Gestrickt wurde immer eine Hin - und eine Rückreihe pro Farbe.








Die Stola wiegt mit Rand 220g und ist knapp 120cm x 60cm groß geworden. Ein bischen breiter und länger wäre wünschenswert gewesen, dafür hat aber die braune Wolle nicht gereicht. Nun ist es eine kleine Stola, aber schön mit Spitze und drum und dran.


Für die Idee (die bestimmt schon tausende hatten, - ich aber bisher noch nicht ) mit der Spitze zu beginnen könnte ich mich noch immer beglückwünschen. Das mache ich ab heute immer so, wenn ich eine Wolle habe, für die es keinen Nachschub gibt.






Das war es für heute meine Lieben !
Macht es Euch schön, und genießt das Winterwochenende !
Eure Eva






07.02.2016

Anleitung Stulpen ! & Heißer Apfelkuchen & Spinnerei * tutorial fingerless mittens & hot applepie & handspinning









Heute hatte ich einen richtig schönen Sonntag - und ich hoffe Ihr auch ! Gut ausschlafen, ein schönes Frühstück und danach hat uns die Sonne herausgelockt.




Nach drei Stunden mit Mann und Maus Hund und einem klitzekleinen Abenteuer am Sonntag haben wir uns einen schönen heißen Apfelkuchen gegönnt. 
... das Rezept gibt es weiter unten.



Ich kenne eine Stelle, an der Gartenaushub abgekippt wird - da wollte ich unbedingt hin um Frühlingsblüher zu retten. Die kommen dann in meinen Garten.
Ich hatte Glück - und bin mit einer Tüte Blumenzwiebeln sehr zufrieden zu Hause angekommen.


Was aber noch viel besser war : ich habe einen großen behauenen Sandstein entdeckt. Den hat mein Mann ins Auto geschleppt, damit ich unseren Garten damit zustellen kann. Hach. Mann, Hund und ich waren danach von oben bis unten matschig, aber sehr mit uns zufrieden.





Der große Stein und ein Stein mit Mulde als Natur-Vogeltränke stehen nun erstmal vor dem Garten, und nachdem der matschige Hund wieder sauber ist, gab es den leckeren Kuchen zur Stärkung.

Ein tolles Rezept, und der Apfelkuchen ist problemlos heiß zu genießen, mit einer ordentlichen Portion Sahne selbstverständlich !





Hot Applepie 
Teig:

275g Mehl + etwas Mehl für die Arbeitsfläche
1 Prise Salz
50g  Zucker
250g kalte Butter in kleine Würfel geschnitten
2 Eier 




Belag/Füllung:

60g gemahlene Mandeln

ca 900g eher mehlige Äpfel, entkernt und in dünne Spalten geschnitten
1EL Zitronensaft
1TL Mix aus gemahlenen Nelken, Muskatnuß, Zimt und Ingwerpulver
60g Sultaninen
60g Zucker

Puderzucker zum Bestäuben




Vorbereiten:

Backofen auf 200°C / 175°C Umluft vorheizen
eine große Schüssel bereitstellen
eine Obstkuchenform oder Pieform mit ca 26cm Durchmesser
einfetten und bemehlen


Zubereitung:

Mehl und Salz in die Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken,
Zucker, Butterstückchen und Eier hineingeben.
Alles gut durchmischen und zu einem geschmeidigen Teig verkneten.

Wenn möglich den Teig in einem verschlossenen Behälter ca 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

3/4 des Teiges abnehmen und zu einer Kugel formen. 
Auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Kreis ausrollen
 ( Durchmesser 26cm + 2x Randhöhe )
Die Kuchenform mit dem Teig auskleiden. 
Mit einer Gabel kleine Löcher in den Boden pieken, damit sich der Boden nicht wölbt.
 Die überstehenden Ränder säubern.

Den Teig mit dem Mandelmehl bestreuen.

Die Apfelspalten mit Sultaninen, Zucker, Zitronensaft und Geürzmix vermengen.

Die Füllung auf den Teigboden verteilen. 


Das restliche 1/4 des Teiges ausrollen und in ca 1,5cm breite Streifen schneiden.
Streifen im Gittermuster auf die Äpfel legen. Ränder leicht andrücken.






Backen:
in 50 Minuten goldbraun backen. 
Bei Umluft verwende ich zusätzlich Unterhitze

Aus dem Ofen nehmen und mit Puderzucker bestreuen.




Puderzucker drüber und 
noch heiß zusammen mit geschlagener Sahne servieren.


Guten Appetit !



*



Ich bedanke mich auch für die vielen schöne Kommentare und Einträge zu meinem Giveaway - den feinen Stulpen in flieder und rosa. Da ich einige Anfragen zu der Anleitung über den Blog und Instagram hatte, habe ich eine ausführliche Anleitung unter den Post geschrieben.


Das Bild kann als Direktlink angeklickt werden ...
Anleitung Handstulpen





Und nun noch zu guter Letzt ein kleiner Rückblick in die vergangene Woche. Ich habeWolle gesponnen und verzirnt. Herausgekommen ist ein herrliches Garn, das mich an rosa Grapefruits erinnert ...












aus Merinoresten ist knallbunte Regenbogenwolle geworden





... die ich ganz zauberhaft finde, von der ich aber nicht weiß, was ich daraus machen soll ...






und die Winterdeko hat einem neuen Efeu Platz gemacht...







Ich warte auf den Frühling....

Liebe Grüße,
Eure Eva


 



04.01.2016

handgesponnen & armgestrickt : Loop in Baiserfarben * handspun & armknitted loop in meringe - colours





Wenn man Jemanden kennt, der genauso tickt wie man selbst, dann ist das einfach herrlich. So geht es mir mit meiner Freundin und schenken uns gegenseitig oft Selbstgemachtes. Durch sie bin ich überhaupt erst zum Spinnen gekommen - wir mögen so vieles gemeinsam. Vorgestern hatten wir also Besuch - mit traditionellem Geschenke verteilen und sehr leckerem Essen.

Mein Mann und sein Freund - wobei wir tatsächlich alle miteinander befreundet sind - also die beiden philosophierten dann über das Essen ( vorgestern insbesondere über das von uns verschenkte Buch " Genußvoll vegetarisch" von Yotam Ottolenghi )

Meine Freundin und ich philosophieren dann über Garne, Stricken und Filzen. Ich liebe das.


In der großen Geschenkekiste waren unter anderem der Loop aus handgesponnener Wolle in Baiserfarben, eine Keksdose in taupe mitpassenden Baisers. Der Loop ist armgehäkelt, weil das schöne Garn so amBesten zur Geltung kommt. Den und einen fantastischen Riesenkiesel -oder eher mini Felsen möchte ich Euch heute zeigen.




Zuerst also der Loop















Zum Größenvergleich habe ich ihn mir über den Arm gelegt und mich etwas verrenkt .... 
immer diese Selfies...





Das Garn ist aus Bergschafwolle in wollweiß, und seidigen Garnfasern in rosa, apricot und seegrün. Der Extradrall im Garn ist gewünscht - er macht kleine "Korkenzieher-Locken" die die Wolle noch etwas leichter wirken läßt.


Und nun noch der gefilzte Kiesel:






Ich finde ihn einfach toll - er kommt nachher aufs Sofa, obwohl die Farben optimal ins Eßzimmer passen... aber es macht ja keinen Sinn, einen Filzkiesel in die Ecke zu legen, wenn man ihn auch als dickes Kissen aufs Sofa legen kann.
















 das war es dann für heute -
 und morgen kann ich Euch hoffentlich schon zeigen, was ich gerade so häkle ....

Macht es Euch schön !
Eure Eva








05.03.2015

määääh ! Schafe, Wolle und so weiter * Sheeps, wool et cetera


Hach so langsam komme ich in den "Wegfahr-vorbereitungs-Stress",
denn es geht ja ab nächsten Dienstag nach Föhr zur Reha. Also noch
ganz fix alles erledigen, was man nicht verschieben kann oder will.

Keinesfalls verschieben möchte ich die schönen Schäfchen - Fotos.
Nein - keine Osterlämmer - aber fast.









Mein Freundin Heike ist eine begnadete Filzerin, Strickerin aufwändigster mehrfarbiger Muster,
Spinnerin und Schafbesitzerin. Und weil sie natürlich weiß, das ich Schafe liebe, von Wolle
begeistert bin und Schaffell-Filz wundervoll finde, hat sie mir ein Päckchen geschickt.

Sind die kleinen Schäfchen nicht überaus süß ?

Die weiche braune Wolle hat sie mir zum Verspinnen mitgeschickt, weil ja mein "Schäfchen"
( mein Spinnrad ) neues Futter braucht. Und als Anregung dazu - und weil wir uns letztens
erst über Art-Yarn unterhalten haben - ein Fachbuch zum Handspinnen ungewöhnlicher Garne.




Die lockige flauschige Unterlage ist kein Schaffell, sondern ein Schafvlies. Wichtiger Unterschied:
Schaffell ist mit Schafhaut - Schafvlies ist nur das reine Haarkleid - am Stück abgeschoren und
rückseitig verfilzt. Ein Traum für Tierfreunde, wunderschön und gut fürs Schaf.

Mein Schafvlies ist für die Treppe zum Garten gedacht, denn dort werde ich irgendwann im
Frühling sitzen, Kaffee trinken und den dann hoffentlich endlich leibhaftigen Hühnern beim
herumsausen zuschauen.


Macht es Euch schön !
Eure Eva