seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Ausflug
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04.03.2018

In Braunschweig nach Norwegen mit Peer Gynt * tariffic ! Peer Gynt

Gestern abend waren wir im Staatstheater in Braunschweig und haben uns die letzte Vorstellung von Peer Gynt als Tanztheater angesehen. Von mir von Herrn Seidenfein zum Geburtstag gewünscht, denn inzwischen ziehe ich unvergessliche Erlebnisse dinglichen Geschenken vor.

Das Highligt des letzten Jahres waren dann auch Erlebnisse wie unser Urlaub mit Wohnwagen Paul in Norwegen. Je länger es her ist, desto schockverliebter bin ich. Die Bilder gehen mir nicht mehr aus Kopf und Herz





Während der schönen Reise hat mich auch die Musik von Edvard Grieg begleitet. Deshalb bin ich von jetzt auf gleich gefühlt wieder in Norwegen, wenn ich diese Musik höre.

Ich war begeistert, das Peer Gynt als Tanzstück im Staatstheater Braunschweig aufgeführt wurde, und haben mir zum Geburtstag von Herrn Seidenfein Karten gewünscht. 

Gestern war es endlich soweit - zur letzten Aufführung in der gewünschten ersten Reihe .
Hier ein kleiner Ausschnitt:









Wir fanden es grandios ! Ein herrlicher Abend.
Macht es Euch schön !
Eure Eva


12.11.2017

der erste Schneemann ❄ The first snowman





Endlich waren wir mal wieder im Harz, mich hat es sowas von nach draußen gezogen. Wie jedes Jahr häufen sich Arbeit und Termine gern ab Anfang November, und an keinem der wenigen Sonnentage konnte ich raus. Ich wollte in den Harz und am Liebsten ins Hochmoor, denn ich mag die schöne karge Landschaft, die herrlichen Herbstfarben und den Duft der Flechten, Moose und Tannen.
 




Von uns aus ist es nur eine Stunde Fahrt bis hinter das Torfhaus. Etwa 1,5km von Oderbrück entfernt kann man von einem Parkplatz in Richtung Dreieckiger Pfahl zum Hochmoor Bodebruch / Bodemoor laufen ( Geo-Koordinaten 51.7788201 | 10.5737276 )
 

 
 

Das Moor ist mit ca 1 Quadratkilometer recht klein, aber es gibt zwei schöne Holzwege über die Moorfläche. Hier oben entspringt die Bode mit einem dunklen Gluggern im Prinzip direkt unter dem Weg.













Eigentlich kann man von hier aus einen sehr schönen Rundweg gehen. Es ist traumhaft, aber man muß ein bischen klettern, denn teilweise geht der Weg über und durch dicke runde rutschige Felssteine. Der letzte Sturm hat aber so schlimm im Harz gewütet, daß einige Wege von umgestürzten Bäumen versperrt sind. Also umdrehen und den ganzen Weg wieder zurück zum Aussichtsturm.






Wow, war das frisch ! Bei uns ist es gerade auch schon recht kühl, aber man merkt deutlich, daß die Temperaturen im Harz noch deutlich niedriger sind. Ich fand mich mit Herbstmantel, Stiefeln, Wollstola, Mütze und Stulpen für die Finger bestens gerüstet, bis wir ausgestiegen und ein Stück gelaufen sind, und dann habe ich ordentlich gefroren. Es war sehr nebelig, denn wir sind sozusagen durch tiefhängende Wolken gewandert, alles war pitschnaß.


 


Im Aussichtsturm gab es zum Aufwärmen heißen Kakao. Herr Seidenfein denkt an alles - auch an Käsebrote ...
und wenn Ihr ganz genau hinseht, sieht man rechts unten im Bild etwas Weißes.





Das ist tatsächlich Schnee ! Und wie ich so bin, mußte ich unbedingt auch einen Schneemann bauen. Es ist zwar ein ganz kleiner geworden, denn der Winter hat ja eigentlich noch nicht begonnen, dafür hat er aber ein Kleeblatt und einen Pilzhut bekommen




so, ich schnappe mir wieder meine Häkelnadel und werde ein paar Fingerübungen machen, einen Tee trinken und meine Lieblingsserie schauen. ... Winter is coming !


Macht es Euch schön gemütlich !
Eure Eva


09.06.2016

Spurensuche - ein Wochenendausflug nach Polen * Tracing the Past - a weekend trip to Poland

Ach das war schön ! Meine Mutter hat uns "Kinder" zu einem Wochenendausflug in ihre frühere Heimat Bad Flinsberg eingeladen. Sie wollte meinen Geschwistern unbedingt zeigen, wo sie bis zu ihrem 10. Lebensjahr gelebt hat.




Es war eine tolle Kindheit in einem kleinen Häuschen mit großem Obst- und Gemüsegarten, mit Hühnern, einem Bach neben dem Grundstück. Eine kleine Siedlung mit selbstgebauten Häuschen mit Schuppen direkt am Waldrand. Der Wald proppe voller Blaubeeren und Pilze. Die Wiesen kunterbunt vor Blumen. Mutter und Vater und 3 Geschwister. Unzählige Kinder mit denen Fangen gespielt wurde, Brennball die ganze Straße hoch und runter und im Winter Schlitten fahren.




Bad Flinsberg oder Świeradów-Zdrój ist ein Kurort am am Queis im Isergebirge und liegt in Niederschlesien in der Nähe der deutschen und der tschechischen Grenze. Zu der Zeit, als meine Mutter mit ihrer Familie dort lebte kamen auf 3.000 Einwohner 25.000 Kurgäste. Heute ist es ein Kurort und ein beliebtes Wintersportgebiet in Polen.


Als Erwachsener "nur" mit Eltern und Geschwistern zu verreisen fand ich vorab schon sehr spannend. Ach - und es war wirklich schön.

Am letzten Freitag sind wir morgens losgefahren. Nach 6 Stunden bzw. 470 km konnten wir in das Hotel einchecken - einer schönen alten Jugendstilvilla. Die Zimmer haben einen schönen altmodischen Charme und haben teilweise noch alten Dielenböden, und manche auch eine Tür auf einen der alten Holzbalkone. Eine schöne Überraschung war das kleine Restaurant mit polnischen oder thailändischen Gerichten. Ich war mehr für thailändisch und das war richtig gut.





Kaum angekommen ging es gleich in den Ort - die neu hergerichtete Kurstraße ansehen, ein bischen schlendern. Das alte Kurhaus kann zwar nicht besichtigt werden, aber es gibt eine Wandelhalle aus Holz - und die ist sehr interessant







Dann ging es zurück in die Kindheit. Das Häuschen ansehen, die Siedlung ...





  

"wir müssen hier lang - nein - doch nicht - ach wie sich alles verändert hat"








"... und da hat mein Schulfreund gewohnt, die Wiese neben unserem Haus mit dem kleinen Bach. Dort war die Schule, hier der Bahnhof - aber die Schienen gibt es nicht mehr ..."





"... da lebte meine Schulfreundin, bei der wir immer schaukeln waren." 
"  ... und da gab es immer Butterbrote für uns Kinder.... ", 
"das Haus von Freunden meiner Eltern, 
die Blumenwiese, ....




.... mein Geburtshaus, da haben wir noch mit Großmuttl gewohnt ... "





"Ach es ist ja so schön hier - die Berge, die Bäume und wie es hier riecht - die Luft ist so ganz anders".

 


Für meine Mutter war es ein Wechselbad der Gefühle. meine Mutter erzählt gern von den vielen schönen Orten und Stellen ihrer Kinderzeit - als die Welt noch in Ordnung war.

Wir haben so viel in den 2 Tagen erlebt, und fast alles angesehen was meine Mutter "nochmal sehen" wollte. Die Heufuderbaude, der dazugehörige Berg, auf dem so viele Blaubeeren und Preiselbeeren wuchsen ...







Es gab auch traurige Momente, denn die kleine heile Kinder - Welt meiner Mutter ging in tausende Scherben. Die kleine Familie blieb nicht wie sie war, Großvater und Vater waren tot. Meine Mutter, ihre Geschwister und meine Oma flüchteten in einem Güterzug in den Westen. Jeder mit nur einem Koffer.





So wie es fast einer ganzen Generation ging. Die Sehnsucht nach diesem Ort ist vielleicht die Sehnsucht nach dieser kleinen perfekten Welt einer sehr glücklichen Kindheit.







Für meine Mutter war es nach Hause kommen, für meine Geschwister und mich ein Ausflug nach Świeradów-Zdrój in Polen.





Unser Zuhause ist in Niedersachsen - da wo unsere Familie lebt.



  Und da mache ich es mir schön,
Eure Eva