seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Winter
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12.11.2017

der erste Schneemann ❄ The first snowman





Endlich waren wir mal wieder im Harz, mich hat es sowas von nach draußen gezogen. Wie jedes Jahr häufen sich Arbeit und Termine gern ab Anfang November, und an keinem der wenigen Sonnentage konnte ich raus. Ich wollte in den Harz und am Liebsten ins Hochmoor, denn ich mag die schöne karge Landschaft, die herrlichen Herbstfarben und den Duft der Flechten, Moose und Tannen.
 




Von uns aus ist es nur eine Stunde Fahrt bis hinter das Torfhaus. Etwa 1,5km von Oderbrück entfernt kann man von einem Parkplatz in Richtung Dreieckiger Pfahl zum Hochmoor Bodebruch / Bodemoor laufen ( Geo-Koordinaten 51.7788201 | 10.5737276 )
 

 
 

Das Moor ist mit ca 1 Quadratkilometer recht klein, aber es gibt zwei schöne Holzwege über die Moorfläche. Hier oben entspringt die Bode mit einem dunklen Gluggern im Prinzip direkt unter dem Weg.













Eigentlich kann man von hier aus einen sehr schönen Rundweg gehen. Es ist traumhaft, aber man muß ein bischen klettern, denn teilweise geht der Weg über und durch dicke runde rutschige Felssteine. Der letzte Sturm hat aber so schlimm im Harz gewütet, daß einige Wege von umgestürzten Bäumen versperrt sind. Also umdrehen und den ganzen Weg wieder zurück zum Aussichtsturm.






Wow, war das frisch ! Bei uns ist es gerade auch schon recht kühl, aber man merkt deutlich, daß die Temperaturen im Harz noch deutlich niedriger sind. Ich fand mich mit Herbstmantel, Stiefeln, Wollstola, Mütze und Stulpen für die Finger bestens gerüstet, bis wir ausgestiegen und ein Stück gelaufen sind, und dann habe ich ordentlich gefroren. Es war sehr nebelig, denn wir sind sozusagen durch tiefhängende Wolken gewandert, alles war pitschnaß.


 


Im Aussichtsturm gab es zum Aufwärmen heißen Kakao. Herr Seidenfein denkt an alles - auch an Käsebrote ...
und wenn Ihr ganz genau hinseht, sieht man rechts unten im Bild etwas Weißes.





Das ist tatsächlich Schnee ! Und wie ich so bin, mußte ich unbedingt auch einen Schneemann bauen. Es ist zwar ein ganz kleiner geworden, denn der Winter hat ja eigentlich noch nicht begonnen, dafür hat er aber ein Kleeblatt und einen Pilzhut bekommen




so, ich schnappe mir wieder meine Häkelnadel und werde ein paar Fingerübungen machen, einen Tee trinken und meine Lieblingsserie schauen. ... Winter is coming !


Macht es Euch schön gemütlich !
Eure Eva


03.01.2016

Schneewittchen bzw. Hühner im Schnee * hens in the snow


Lange haben wir darauf gewartet und nun ist er endlich da - der Schnee. Bei uns hat es in der Nacht geschneit - entsprechend überrascht waren wir heute morgen.





Das Schöne am Landleben ist auch, das man auch Sonntags etwas früher raus darf, denn bisher haben die Hühner erfolgreich vermittelt, daß ihnen der Unterschied zwischen Wochentagen und Wochenenden extrem egal ist. 

Ab einer bestimmten Uhrzeit wird erst leise " boooook " gerufen. Das scheint mehr eine Art freundliche Frage zu sein. Hat das keinen nachhaltigen Erfolg, schaffen auch Hennen hahnartige Schreie zu produzieren. Das ist die reine Empörung und wirkt bei uns immer. Also raus aus dem Bett, und ab zum Hühnerhaus.
Die Spatzen hatten auch schon nachgesehen, ob es neues Futter gibt. Ja - wir waren ein wenig spät dran. Es ist halt Sonntag.





Meine Rosen waren übrigens heute morgen selbstverständlich noch nicht eingewickelt, genausowenig die vielen Clematis, die auch nicht wirklich komplett winterhart sind. Mehrere hatten beschlossen nochmals dicke Knospen anzusetzen. Die einzuwickeln fand ich bei 12°C nicht sinnvoll. 
Nun haben wir relativ spontan -3°C  und ich hoffe die Clematis überleben den Kälteschock. 





Das Hühnerhaus hatten wir auch schon für den Winter vorbereitet. Vorbereitet .... also dachte ich, heute wären wir vielleicht ein Stündchen draußen beschäftigt. Von wegen. 

Hühnerhaus winterfest machen bedeutete: 
  • einen Wärmeteller unter dem Trinkbehälter montieren, dazu mußte so einiges nochmal umgebaut werden
  • Eine Wärmelampe einbauen, 
  • die Voliere im unteren Bereich mit Acrylglas verkleiden, 
  • nasser Sand raus, noch mehr trockener Strohhäksel rein, 
  • eine doppelte Strohschicht in sämtliche Kisten und Körbe
  • Lüftungsöffnungen mit Styroporkeilen deutlich verkleinern
ganz zu schweigen davon, daß ich nebenbei versucht habe alle Rosen und Clematis in Jutebahnen einzuwickeln.






Bis auf 4 Rosen und 1 Clematis habe ich alles geschafft. Das Hühnerhaus ist fertig ! Tatatata ! Jetzt sind wir auch auf deutliche Minustemperaturen vorbereitet. 







Am Schönsten war es die Hühner zu beobachten, denn eine richtige Schneedecke haben sie heute zum ersten Mal in ihrem Leben gesehen.







so sieht Skepsis aus ......








... nachdenkliche Hühner, sofern man ihnen Gedanken unterstellen mag, 







und wo ist der Hund ? Wo ist der Salat ? Was wird da herumgeschleppt ?
Neugierig sind sie jedenfalls.  Und wenn es dann doch zu kalt oder langsam duster wird, 
wird mal fix ins Hühnerhaus geflattert.





 Wir verabschieden uns damit für heute .... 
Grüße von Schneewittchen, Pernille, Oppenheimer und Moppel ( bzw. von mir )





Ich bin nach 5 ! Stunden im Garten einfach nur noch platt.


Und morgen ? Morgen zeige ich Euch einen ganz  tollen Schal aus handgesponnener Wolle, 
diesmal nicht von mir gestickt, sondern gestern als Geschenk bekommen und dann noch in meinen Lieblingsfarben.


Bis dann, macht es Euch gemütlich !
Eure Eva










29.12.2015

Meine weißen Hühnerdamen * my lovely hens

Meine weißen Hühnerdamen sind so glücklich über den herrlichen Frühling mitten im Winter. Ich auch. Die Winterlinge blühen genauso wie mein kaukasisches Vergißmeinicht, die Frühlingsprimeln und die Rosen.



Die Hühner hopsen durch den Garten und scheinen ganz glücklich zu sein. Bei Matschwetter müssen sie in der Voliere bleiben, bei so herrlichem Wetter können sie herumspazieren, durchwühlen den Boden und jagen Käfer. Ganz fertig von so viel Aktion wird im Sandbad herumgerobbt, ausgiebig gebadet und anschließend geschlafen.

Manchmal bekommen die Damen Besuch von meinen Kindern, die dann wahlweise die Hühner dressieren oder bekuscheln wollen.










Die Hühner finden es gut und ich freue mich über glückliche Kinder, Hühnerdamen und schöne Bilder von einem fast frühlingshaften Garten.







Es ist warm. So warm, daß ich im kurzen Pyjama und Gummistiefeln Eier holen kann. Das ist diesem Dezember bei 16 Grad am Morgen kein Problem und glücklicherweise sehen mich die Nachbarn nicht.

Osterglocken, die an einer geschützten Stelle zwischen dem Kompost und dem Kellerfenster den Sommer überstanden haben, erstaunen mich mit feinen gelben Blüten. Ich nehme Euch mal mit zu ein paar dieser schönen Winterblumen:
















Ist das nicht toll ? Ende Dezember ist ein kleiner Frühling. Der Winter wird noch lang genug und ich genieße diese unverhofften warmen Tage.



Macht es Euch schön !
Eure Eva