seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Ernte
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01.09.2016

Ernteglück im Herbst * lucky autumn !

Endlich ist er da, der Herbst. Ganz offiziell.
Ich mag in den Herbst, denn das ist die Zeit in der geerntet wird. Nicht nur im eigenen kleinen Garten ist alles übervoll, sondern auch draußen an den Feldern und in den kleinen Wäldchen. Schlehen, Quitten, Apfelbäume am Straßenrand, Brombeeren, Ebereschen und Hagebutten. Alles trägt Früchte.




Pünktlich zum Herbstbeginn möchte ich Euch in den üppigen Herbst entführen, mit seiner überbordenden Fülle und beginne mit einem Spaziergang durch die Felder zu meiner Brombeerecke im Kreidesteinbruch, denn die Brombeere in meinem Gärtchen trägt zwar große, aber leider nicht allzu aromatische Früchte. Also raus in die Natur, Brombeeren ernten, denn ich möchte backen  !

Das der Sommer extra trocken war, hat sich die Brombeerernte ganz schön hingezogen. Für 500g habe ich eine geschlagene Stunde alle Beerensträucher abgesucht.







... und ein paar Ebereschen sind auch noch im Korb gelandet.


Der Herbst ist toll.

In meinem Hochbeet steht Mangold und eine Zucchini und ein kleiner Kürbis wuchern um die Wette. Die Tomaten erreichen unfassbare Höhen - jetzt sind es knappe 3m. Es wird sicher einiges zu ernten geben, denn irgendwie sind es über 40 Pflanzen geworden. Bei so viel Überfluss können einem manchmal schon die Ideen ausgehen was aus den vielen schönen Sachen werden soll.

Aber auch da gibt es Abhilfe manchmal in Form von schönen Rezepten die in der Familie herumgereicht werden und manchmal kommt das Ernteglück in Form von Obst und Gemüse oder als Buch zu einem nach Hause. Genaueres zu dem Buch gibt es gleich
... oder direkt beim Verlag : klick & ab zur Verlagsseite











ERNTEGLÜCK


ist ein Buch von Diane Dittmer und Anke Schütz vom ZS Verlag
In dem schönen Buch geht es um Natur pur, die eigene Ernte und die Sehnsucht aus Kindertagen.

Wenn sich rotbackige Äpfel auf dem Küchentisch stapeln und ein selbstgebackener Kuchen im Ofen duftet, wenn Gläser voll von frisch eingekochten Quittengelee die Speisekammer füllen, dann ist Erntezeit. Mit den saisonalen Highlights aus dem eigenen Garten, vom Wochenmarkt, aus dem Wald oder von der Wiese holen Sie sich das Glück in die Küche.

Diane Dittmer und Anke Schütz entführen Sie auf eine kulinarische Reise von der Brombeerernte bis zur Grünkohlsaison. Ob Bunte-Beete-Carpaccio für jeden Tag, Pilzpastete für Gäste, oder Nuss Schoko Würfel zum Verschenken - ihre überraschenden Rezepte sind echte Aromawunder !

VAus dem Beet oder vom Baum direkt auf den Teller -mehr als 60 raffinierte Ideen voller Nostalgie für garantierte "Mmhs" und "Ohs"....



Na dann wollen wir mal das Buch begutachten, das mir freundlicherweise zum Ausprobieren und Vorstellen vom Verlag zur Verfügung gestellt wurde.

Es hat auf 150 schön und ansprechend gestalteten Seiten, viele feine Rezepte, wundervolle Bilder - was mir persönlich immer eine große Freude ist - und ein paar kleine Geschichten. Es ist ein geglücktes Buch, und ich werde garantiert in den nächsten Tagen und Wochen einiges nachkochen oder backen, denn genau darauf macht das Buch lust.






Die über 60 Rezepte kommen für mich gerade zur rechten Zeit, denn obwohl ich ganz viele Koch- und Backbücher habe, freue ich mich auf neue Anregungen. Und Anregungen gibt es reichlich in dem Buch.

Angefangen habe ich mit der Brombeertarte .... berechnet für 2 Tarts von ca 20 cm Durchmesser, habe ich eine etwas größere Tart und 6 Tarteletts gebacken.












Die Tarteletts sind sehr hübsch geworden, und der Dinkelteig ist der Hammer. Sehr lecker !
Das Rezept folgt in ein paar Minuten ... 

so und hier endlich das Rezept:

wilde Brombeertartes

Zutaten für 2 Tartes a 20cm Durchmesser oder 
1Tarte 26cm Durchmesser und 6 Tarteletts 10cm

Mürbeteig:
1 Bio-Zitrone (zur Not geht auch Zitronenschale im Tütchen )
400g Dinkelmehl ( Typ 430)
125g brauner Zucker
Salz,
1/2 Teelöffel Zimt
275g Butter
1 Ei

Für den Belag:
700ml Milch
2 Päckchen Bourbonvanille -Puddingpulver
100g brauner Zucker
500g Brombeeren
350g Magerquark
2 Eier

 sowie
Fett für die Form
Mehl für die Arbeitsfläche
2 Tarteformen a 20cm , oder 1 Tarteform a 28cm & 6 Tartelettformen a 12cm

 Zubereitungszeit 50 Minuten + 45 Minuten Backzeit


Zubereitung

Von der heiß abgewaschenen und abgetrockneten Zitrone wird die Schale abgerieben. Mehl, Zucker, 1 Prise Salz, Zimt und Zitronenschale in eine Schüssel geben. Die kalte Butter in Würfel schneiden, zur Mehlmischung geben und in der Mischung verreiben, das Ei zugeben und alles zu einem schönen glatten Teig verarbeiten. Eine Kugel formen und in einer dicht schließenden Schüssel 30 Minuten in den Kühlschrank stellen.

Für den Belag wird eine Käsecreme-Masse gemischt: Milch bis auf 8 Eßlöffel in einen Topf gießen, und auf dem Herd zusammen mit dem Zucker erhitzen. Die übrige Milch zum Anrühren des Puddingpulvers verwenden. Sobald die Milch kocht zugeben, und bei ständigem Rühren ca 1 Minute aufkochen. In eine Metallschüssel gießen und im Wasserbad abkühlen lassen. Entweder regelmäßig kurz umrühren oder ein Stück Frischhaltefolie auf die Oberfläche legen, damit sich keine Haut bildet. Ich rühre lieber...

Backofen auf 190°C vorheizen.

Die Brombeeren verlesen und waschen, abtropfen lassen und ggf vorsichtig trockentupfen. Ich packe sie - wenn es schnell gehen soll in Küchenpapier.

Die Backformen buttern und bemehlen. Wenn Ihr keine Kuchenform mit herausnehmbarem Boden habt, 2 Streifen Backpapier so zuschneiden, daß die Enden 5cm aus der Form herausschauen, wenn Ihr sie über kreuz in die Form legt - so könnt Ihr den Kuchen nach dem Backen herausheben.

Bei zwei gleich großen Tarteformen wird der Teig nun halbiert und rund mit einem Durchmesser von 26cm ausgerollt. Bei unterschiedlichen Formen gesamten Teig ausrollen und die gewünschten Größen ( Boden +2x Seitenhöhe ) zuschneiden. Formen auslegen und an den Rändern andrücken.
Die Quarkmasse gleichmäßig auf die Formen verteilen und mit Brombeeren belegen. Am schönsten wird die Brombeerpie mit großen saftigen* Brombeeren, denn dann tritt beim Backen der Saft aus.

Die Tartes im Ofen auf der untersten Schiene 40 bis 45 backen. Herausnehmen eventuell etwas Puderzucker aufstreuen und abkühlen lassen.

*Meine wilden Brombeeren sind zwar lecker, aber nach dem sehr trockenen Sommer nicht gerade saftig. Dann entweder dicht belegen, oder nach dem Backen etwas Puderzucker aufstreuen, damit noch etwas Saft austritt....


Zum Rezept: Bei mir ist es auf Anhieb gut gelungen. Der Dinkelmürbeteig schmeckt hervorragend, praktisch ist die Käsecrememasse mit Puddingpulver - ich persönlich hätte lieber eine Variante mit Eigelb-Stärke-Zucker, also selbstgemachtem Pudding - aber schmecken tut es auch so sehr gut.
Empfehlen würde ich entweder sehr saftige und entsprechend riesige Gartenbrombeeren oder eine größere Menge wilder Brombeeren als die angegebenen 500g zu verwenden.

Mein Fazit: schönes Bild, gutes Rezept, alles hat funktioniert und schmeckt so gut wie es aussieht.
Voller Erfolg für Rezept 1


Eure Eva




Dieser Beitrag enthält Direktlinks zur Verlagsseite "Ernteglück" des Verlags ZS

15.08.2014

Alleeäpfel * Avenue apples





Habt Ihr auch das Glück Obstbaum - Alleen vor der Tür zu haben ?




Bei uns gab es bis vor 10 bis 15 Jahren an fast jeder Landstraße Obstbaumalleen. Zu unserem Ort gab es Äpfel und Zwetschgen, an anderen Straßen auch mal Birnen, Walnüsse uns Ķirschen. Inzwischen sind die meisten Bäume vergreist, also zu alt. Sie werden nicht mehr gepflegt und werden irgendwann abgesägt.

Es gibt aber noch einige Ecken, da kann man herrliche alte Äpfel bekommen. Die krüppeligen ungepflegten alten Bäume stehen unbeachtet und ungeliebt herum. So geht das doch nicht. Wenn ich an den Bäumen vorbeikomme, schaue ich immer, ob ich ein paar Äpfel mitnehmen kann. 






und das sind dann rote, grüne, bunte, klitzekleine und ganz dicke Äpfel bunt gemischt.



Eigentlich ... ,



ja eigentlich weiß ich nicht mal, ob man das darf. Andererseits werden sie offensichtlich nicht geerntet und verschmieren irgendwann als zermanschter Apfelbrei die Straßen. Das kann doch auch nicht richtig sein. 



Ich habe daher beschlossen, das eingesammelt wird, was unten liegt. Ernten würde ich jetzt nicht direkt, aber gegen das Aufsammeln kann ja keiner was haben. Und mich freut es. So kommen wir zu sehr wohlschmeckendem frisch gekochtem Apfelkompott, Apfelgelee oder Apfelmus. 












Und falls dann immer noch zu viele Äpfel übrig sind, könnte man sie ja eigentlich noch trocknen, wenn wir nicht gerade wieder tropische Luftfeuchtigkeit haben. Mal schauen. Ich habe mir heute morgen eine kleine Schüssel Apfelgelee genommen, um herauszufinden, wie der Sommer dieses Jahr schmeckt. 







MEIN Sommer ist :


 

süß - sauer und sehr fruchtig.




... Ach ja, das Zimmer meiner Tochter ist endlich fertig ! Heute ziehen die ersten Möbel ein.
Ich muß noch schnell ein paar Fotos machen, danach ist das Zimmer natürlich privat, weil ich ja nicht alles fotografieren darf.... ist ja auch richtig so. Aber morgen darf ich Euch bestimmt ein paar Bilder zeigen.





Seid äpfelig gegrüßt,
Eure Eva