seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Äpfel
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01.10.2015

Apfelernte am Bahndamm * Apple harvest in the railway embankment

Auf unserer letzten Erkundungstour am Bahndamm haben wir einen tollen Apfelbaum gefunden, und sind nun endlich dazu gekommen einen schönen großen Korb voller leuchtend roter Äpfel zu pflücken.




Mein Plan ist, daraus Unmengen an getrockneten Apfelringen und Apfelchips zu machen, und wenn mir das über ist, vielleicht auch einen großen Topf rosa Apfelmus. 





Der kleine Baum hing so voll - allerdings zur Hälfte hinter einem hohen Maschendrahtzaun, da half nur einen ganz langen Arm zu machen, und zumindest die Äpfel zu "retten" die erreichbar waren. Die anderen sind die Herbst - und Winternahrung für die Mäuse.




In der Nähe vom Apfelbaum stehen noch andere schöne Herbstfrüchte - Rotdorn, Schlehen und ein paar Samenstände irgendeiner Wildblume sind ebenfalls in den Korb gewandert.







Sir Murphy passt schön auf, und übersieht glatt ein Kaninchen, das ungefähr einen Meter vor uns durch Gras rast. ? War was ? Eindeutig kein Jagdhund. 0,0% weniger geht gar nicht mehr.





Wie schön diese Äpfel doch sind ! Sie haben zwar hier und dort kleine Stellen, aber mich stört das nicht. Ich bin einer dieser 80er Jahre Ökos, ich habe also kein Problem mit unperfektem Obst.





Und was ist da im Gras ? Nein nicht der Apfel - obwohl das auch malerisch aussieht - weiter rechts...
Hach ein Frosch. Ein Frosch ! Schatz, fang mir den doch bitte !




Ich liebe Frösche und Kröten, und Lurche und Salamander, Geckos, Eidechsen und im Frühling die putzigen Kaulquappen. Aber dieser kleine Prinz ist wirklich besonders schön:






Was man nicht so alles entdecken kann !




Für das Trocknen der Äpfel habe ich mir einige Holzstäbe aus dem Baumarkt mitgebracht. Hoffentlich komme ich morgen dazu die Äpfel zu verarbeiten, denn im Moment sind hier im Haus mindestens die Hälfte krank.




Ich bin im Großeinsatz und habe irgendwie kaum noch für etwas anderes Zeit, als Tee zu kochen, einen Gesund-werd-Kuchen zu backen und mich vor den kuschelbedürftigen Kindern in Sicherheit zu bringen, denn die sind ab morgen zum Gesundwerden zu Hause.

Meine Kinder sind inzwischen fast erwachsen, und akzeptieren leicht murrend, das ich nur noch kuschle, wenn keine Ansteckung droht.

Als die lieben klein waren, war das keine Option. Natürlich wurden die armen kranken Kinder bekuschelt, und in den Schlaf gewiegt oder gestreichelt. Für die Mäuse war das toll, für mich hat das unweigerlich bedeutet, das ich - was auch immer - auch bekommen habe. Und oft viel heftiger.



Aber heute, ha ! da sage ich den Großen, ich habe dich auch sehr lieb, aber wir kuscheln erst wieder, wenn ihr gesund seid, oder ich auch krank bin. Das hat meine Ansteckungsrate glatt geviertelt. Im Moment trinke ich literweise Gewürztee - ach das Rezept muß ich Euch unbedingt auch nochmal aufschreiben - und umschiffe eine Erkältung.


Die Drüsen im Hals kneifen, aber dank Tee scheint es dabei zu bleiben. Mir ist das ganz recht so. Schließlich will ich ja nicht ausgerechnet zum Wochenende krank werden. Und deshalb gibt es gleich noch eine große Schüssel chinesische Hühnersuppe mit extra viel Ingwer.






Macht es Euch schön !
Eure Eva





19.09.2014

Tarte Tatin ! Alleeäpfel in ihrer leckersten Form * Avenue apples in their tastiest form


Heute nehme ich Euch mit in meine Lieblings - Apfelallee ! Ich zeige Euch "meine" Apfelbäume, und eine köstliche Tarte Tatin, die ich aus den gesammelten Äpfeln gebacken habe.






Gestern habe ich einen Abstecher zu einer meiner Lieblingsstraßen gemacht - an denen wachsen wunderbare und vielfältige Apfelbäume. Dunkelrot glänzende, knallrote, rot-grüne und duftende gelb-rosa Sorten. Ein Traum, auch wenn die Bäume alt und schon recht mitgenommen sind. Es geht nun die Allee entlang, zu den alten Apfelbäumen ..... 


Die schöne Tarte zeige ich  - inklusive Rezept - gleich danach.






















So, genug geschlendert. Die Äpfel sind im Korb, und werden zur Tarte verarbeitet.
Die Mischung der verschiedenen Apfelsorten ist das Reizvolle daran, denn man wird vom Aroma überrascht.







 7 schöne Äpfel auswählen ...

 



Äpfel schälen



 und Kerngehäuse entfernen



 Äpfel achteln



Den Ofen auf 220°C vorheizen
4EL Butter in einer ofenfesten Pfanne zusammen mit
120g Zucker in der Pfanne schmelzen lassen,
die 7 geschälten, entkernten und in Achtel geschnittene Äpfel in die Pfanne schichten
und kurz andünsten lassen.


Blätterteig darüberlegen ( ich nehme frischen fertigen Blätterteig aus dem Kühltresen )
überstehendenen Teig in die Pfanne drücken.


Im Backofen 18 - 20 Minuten goldbraun backe. Pfanne
herausnehmen ( dran denken : jetzt ist der Pfannengriff brüllend heiß ) 
 und ....


 



 vorsichtig auf einen großen Teller oder Ähnliches stürzen.













Lecker dazu ist natürlich gesüßte, frisch geschlagene Sahne. Die schmilzt auf dem Kuchen
und bildet zusammen mit den Äpfeln eine unvergleichlich köstliche Soße.




LECKER !



... und das Häkelprojekt ?
Ein vager Funken Hoffnung, 150 Innenteile sind fertig.





... oh, ich hinke dem Zeitplan hinterher.
Ganz liebe Grüße,
Eure Eva





15.08.2014

Alleeäpfel * Avenue apples





Habt Ihr auch das Glück Obstbaum - Alleen vor der Tür zu haben ?




Bei uns gab es bis vor 10 bis 15 Jahren an fast jeder Landstraße Obstbaumalleen. Zu unserem Ort gab es Äpfel und Zwetschgen, an anderen Straßen auch mal Birnen, Walnüsse uns Ķirschen. Inzwischen sind die meisten Bäume vergreist, also zu alt. Sie werden nicht mehr gepflegt und werden irgendwann abgesägt.

Es gibt aber noch einige Ecken, da kann man herrliche alte Äpfel bekommen. Die krüppeligen ungepflegten alten Bäume stehen unbeachtet und ungeliebt herum. So geht das doch nicht. Wenn ich an den Bäumen vorbeikomme, schaue ich immer, ob ich ein paar Äpfel mitnehmen kann. 






und das sind dann rote, grüne, bunte, klitzekleine und ganz dicke Äpfel bunt gemischt.



Eigentlich ... ,



ja eigentlich weiß ich nicht mal, ob man das darf. Andererseits werden sie offensichtlich nicht geerntet und verschmieren irgendwann als zermanschter Apfelbrei die Straßen. Das kann doch auch nicht richtig sein. 



Ich habe daher beschlossen, das eingesammelt wird, was unten liegt. Ernten würde ich jetzt nicht direkt, aber gegen das Aufsammeln kann ja keiner was haben. Und mich freut es. So kommen wir zu sehr wohlschmeckendem frisch gekochtem Apfelkompott, Apfelgelee oder Apfelmus. 












Und falls dann immer noch zu viele Äpfel übrig sind, könnte man sie ja eigentlich noch trocknen, wenn wir nicht gerade wieder tropische Luftfeuchtigkeit haben. Mal schauen. Ich habe mir heute morgen eine kleine Schüssel Apfelgelee genommen, um herauszufinden, wie der Sommer dieses Jahr schmeckt. 







MEIN Sommer ist :


 

süß - sauer und sehr fruchtig.




... Ach ja, das Zimmer meiner Tochter ist endlich fertig ! Heute ziehen die ersten Möbel ein.
Ich muß noch schnell ein paar Fotos machen, danach ist das Zimmer natürlich privat, weil ich ja nicht alles fotografieren darf.... ist ja auch richtig so. Aber morgen darf ich Euch bestimmt ein paar Bilder zeigen.





Seid äpfelig gegrüßt,
Eure Eva




13.10.2012

Herbst & Countdown ! * autumn & giveaway countdown

Der Herbst zeigt sich bei uns von seiner schönsten Seite - es war heute sonnig und kühl. Ich hatte heute viel vor - und da eines meiner Kinder um 5:45 Uhr am Morgen zum Bus mußte, um bei einem interessanten Ausflug dabei zu sein, war ich richtig früh wach.

Wie herrlich doch die Sonne aufging - und dann - strahlender Sonnenschein !





Wie schön der Tag doch geworden ist ! Herrlichster Sonnenschein ! Da mußte ich unbedingt unsere 2 Weintrauben ablichten, bevor die gierig schauenden Vögel darüber herfallen.




Das dürfen sie auch - aber natürlich erst, nachdem ich die Fotos gemacht habe ...


Mittlerweile habe ich auch eine riesige Schüssel mit Misteln in der Küche stehen - morgen ist nicht
nur der Küchen-Giveaway- Verlosungstag, sondern es wartet eine Kiste knallroter Äpfel - und die besagten Misteln darauf, für den Winter haltbar gemacht zu werden. Geplant sind Apfelringe. Ich habe schon so viel davon in Euren Blogs gelesen, daß ich es nun auch endlich mal ausprobieren will.

Ich habe also bei meiner letzten Autofahrt über die Dörfer mal angehalten und Äpfel aufgelesen. Bei uns stehen an den Straßenrändern ganz viele Apfelbäume, und die Äpfel liegen im Gras - oder als Apfelmus auf der Straße. Das ist doch viel zu schade. Also anhalten, aufsammeln und verarbeiten.




Die Misteln wachsen - genau wie die schwarzen Hagebutten an unserer Mühle im Dorf. Ich habe mich nie so recht getraut, sie abzuernten. Schließlich sind es ja nicht meine Büsche. Wären es meine, hätte ich eine ganze Menge dagegen, wenn Jemand lustig beschwingt mit einem Apfelpflücker vorbeikäme und die herbstliche Pracht vom Busch rupft. Ich sammle also nur, was unten liegt. 

Aber dieses Mal hatte ich Glück. Eine ältere Dame kümmert sich um die Bepflanzung - und war dermaßen glücklich, daß ich diese "Dinger" mitnehme, daß sie mir beim Pflücken geholfen hat und mir noch ganz beglückt eine Tüte überließ, damit ich möglichst viele davon mitnehme. Sie muß die "Dinger" nämlich immer zusammenharken und von den Wegen klauben, damit die Brautpaare und die Hochzeitsgäste den zertretenen Mus nicht auf dem weißen Teppich im Standesamt verteilen.

Da opfere ich mich doch liebend gern und ernte kräftig !


Die Misteln werden aber morgen vorerst nur eingefroren. Sie sind auch reif noch so hart wie Holz, und können nicht verarbeitet werden. Es sei denn, man möchte sie gern mit einer Axt zerhacken. Da friere ich sie dann doch lieber zwei oder drei Tage ein, und schaue was daraus wird.








--- huch, bin ich heute  redselig  schreibfreudig. 

Die Natur fängt nun an rückwärts zu zählen - alles beginnt etwas langsamer zu werden - und auch ich zähle rückwärts. Ich warte ich also auf morgen - dann wird verlost - und ich bin schon neugierig wer gewinnt.

Liebe Grüße, Eure Eva