seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Naturdeko
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13.04.2017

Schnecken aus dem Frühlingswald ... * DIY * Snails from the spring forest

.. für einen tollen Kranz ! 



Ich war letzte Woche - oder war es doch schon vorletzte ? - mit meiner Familie im Wald. Wir hatten durch die Bäume große Felder von Märzenbechern oder Knotenblumen gesehen und ich wollte unbedingt dorthin. Natürlich wachsen die Schönheiten am liebsten dort, wo man nicht hinkommt.









Also Gummistiefel an und ab in den Wald. Querwaldein sozusagen. Bei der Gelegenheit habe ich ein paar Stellen gefunden die wie ein Elefantenfriedhof für Weinbergschnecken waren. Seltsamerweise habe ich dort immer gleich 4 oder 5 schöne Schneckenhäuser auf einer Stelle gefunden und sonst kein einziges. Die Schneckenhäuser habe ich mit nach Hause genommen - Schneckenhäuser finde ich einfach zauberhaft.



Zusammen mit Rentiermoos zu einem kleinen Kranz auf einen Drahtrohling geklebt, sind sie wirklich hübsch








Die Blütezeit der Märzenbecher ist inzwischen schon vorbei - ein paar verspätete Bilder aus dem Wald von vor zwei Wochen möchte ich Euch dennoch zeigen. Einfach weil sie so schön sind















und zu guter letzt ... Grüße von Mr. Murphy










 Macht es Euch schön - und genießt den arbeitsfreien Freitag !
Eure Eva





17.09.2014

skurrile haselnüsse * droll hazelnuts



heute bin ich auf der Suche nach Kastanien buchstäblich über sehr sonderbare Haselnüsse gestolpert.
Erst war ich noch ganz sicher, das es sich bei den stacheligen Kugeln um Kastanien handeln muß, beim
näheren Hinsehen war es aber doch etwas anderes - und zwar Haselnüsse.











Seltsam. Da laufe ich an dieser Stelle schon Jahre vorbei, aufgefallen sind sie mir aber erst jetzt. Noch komischer finde ich, das das Haselnüsse sind. Von einer Baumhasel.








wirkt wahnsinnig Vintage !


Liebe Grüße,
Eure Eva





01.02.2014

Wachteleier * Quail eggs

.... Irgendwie werden ich das Thema "Vögel" nicht los. Erst die Pip-Tapete in der Diele, dann die Mesjes (kleine Meisen) die sich dann als Mäuse herausgestellt haben, und nun bin ich im Wachteleier und Vogelfeder-Deko-Rausch. Der superzarte Federkranz im Hintergrund ist bei mir inzwischen Ganzjahresdeko. In der Weihnachtszeit mit Engel und danach nahtlos als Deko zu Eiern. 

Im Moment dekoriere ich also Eier, Federn und Vögel und die Wachteleier sind einfach toll. 
So klein und so schön. Ein kleiner Anhänger & etwas Spitze ...






und dazu natürlich Federn. Nicht unbedingt Wachtelfedern, sondern Perlhuhn oder Gänsefedern.




Oh, ich hätte sooooo gerne ein paar kleine putzige Wachteln !
Ich stelle mir vor, sie würden für mich lauter kleine zauberhafte Eierchen legen und ich würde die schönen Federn aus dem Stroh sammeln, und die Wachteln beim Sonnenbaden beobachten... 




Hmmm ?
Jetzt auch noch Wachteln.... ?
Hübsch oder ?

Quelle : pottingshedder.wordpress.com

Oh, DAS erzähle ich meinem Mann lieber mal nicht.
 

Ich dachte ja auch immer, dass mein Wunsch nach eigenen Hühnern niemals in Erfüllung geht, und nun steht ein fast fertiger und richtig richtig schöner Hühnerstall im Garten und wartet nur darauf, endlich "bewohnt" zu werden. An dem Schmuckstück haben wir in letzte Jahr ständig herumgewerkelt, und ein kompletter Urlaub ist dabei draufgegangen ( sowohl als auch ). Wenn ich jetzt noch mit der "Wachtel- Idee" ankomme, dann flippt hier eine bestimmte Person garantiert aus.

Vielleicht kann ich ja irgendwann heimlich ein Eckchen vom Hühnerhaus für Wachteln abzwacken.... ups, hoffentlich liest er das nicht.



Träumt euch den Winter schön !
Eure Eva






15.12.2013

14. Dez: Ilex * a narrow holly wreath



Ich wünsche Euch einen schönen 3. Advent !   

Und freue mich schon auf die Auslosung der Giveaway - Laterne. Heute nacht kurz nach 0:00 Uhr werde ich die Gewinnerin auslosen und in dem Blogbeitrag vom 10.12. bekanntgeben.
Bis 23:59 Uhr könnt Ihr Euch noch hier eintragen :  GIVEAWAY



Den Sonntagvormittag habe ich heute genutzt, um etwas aus dem schönen Ilex zu machen, den mir mein Mann mitgebracht hat. Und weil ich ganz viele Türen habe, bieten sich Kränze einfach an. 


Mir war wichtig, dass der Kranz schön schmal und zart bleibt, weil ich momentan nicht so für das Wuchtige oder Üppige bin.










Im Floristenbedarf gibt es sehr praktische Drahtringe, die nur ein paar Cent kosten und eine ideale Grundlage sind. Bei so schönem Ilex braucht ich dann auch nur noch ein schmales rotes Satinbändchen und etwas Silberdraht.




 Traumhaft !

Ach ja - das ist übrig geblieben: einige Blätter, die ich abschneiden mußte. 
Daraus habe ich einen Vintage-Kranz gebunden : ganz OHNE grün und rot...





Ich drücke natürlich   a l l e n  Teilnehmern die Daumen !
Bis morgen ! 
Eure Eva



Twinkle twinkle ....





10.07.2013

Weinbergschneckenhäuser * Snail - houses


Sommer ist bei mir immer die Zeit für sehr - oder auch kaum vorhandene Deko. Gern wie bei vielen mit Schwemmholz und Muscheln, oder schlicht mit Schneckenhäusern und Federn. Üppig ist dann nicht so meins.



Ich habe mich darum auch gefreut, daß ich Schneckenhäuser bei einem meiner Lieferanten bestellen konnte - die waren immer schon ausverkauft, wenn ich sie entdeckt habe. Diesesmal war ich aber schnell genug:

Lieber wären mir - natürlich - weiße gewesen, aber die habe ich nur in der Natur gefunden. Nach einem sonnigen Herbst, einem ordentlich kalten Winter und viel Frühlingssonne findet man bei uns in auf den Trockenwiesen am Kreidebruch  manchmal recht viele schöne weiße oder zumindest sehr helle Häuschen.


Eine ganz zauberhafte Idee habe ich auf Etsy bei gefunden:  Einen großen ganz wunderschönen handgemachten Schneckenkranz

Quelle: Etsy
Quelle: Etsy


Dazu eignen sich besonders gebleichte oder geweißte Schneckenhäuser. Vielleicht auch schön mit ganz wenig Moos oder grauen Flechten statt der gelben Blümchen ....


Ich habe eine Handvoll draußen auf dem Tisch dekoriert - meine kleine Sommer-Tischdeko für draußen, die auch in der prallen ( zur Zeit aber abwesenden ) Sonne schön bleibt - Ziergräser in einer schönen Schale, mit geschliffenen Muschelscheiben und den Weinbergschneckenhäusern.



 

bis dann & macht es Euch schön !
 
Eure Eva






14.06.2013

Schneckenhäuser als Deko .... * the house of the escargot ! Decoration & the fairytail of the snail

Hallo meine Lieben ! Heute habe ich eine Schreibblockade. Weil ich aber eine schöne Idee mit Schneckenhäusern hatte, hier die Bilder & ein schöner kleiner Text von Hans - Christian Andersen.....



 Hier also meine Schneckenhäuser in wunderschönem Natur - Braun - zu etwas altem weißem Porzellan . 
Ein bischen Flechte dazu und Sisalgitterband in braun. 
Eine ganz ruhige kleine Deko.

*


Oder doch etwas exzentrischer ? 
Zu einer silbernen Serviette mit Barockornamenten, Zinkherz und Silberperlen




Die Schnecke und der Rosenstock


Rings um den Garten zog sich eine Hecke von Haselbüschen, außerhalb derselben war Feld und Wiese mit Kühen und Schafen, aber mitten in dem Garten stand ein blühender Rosenstock; unter diesem saß eine Schnecke, die hatte vieles in sich, sie hatte sich selbst.

"Wartet nur bis meine Zeit kommt!" sagte sie, "ich werde mehr ausrichten, als Rosen ansetzen, Nüsse tragen oder Milch geben wie Kühe und Schafe!"

"Ich erwarte sehr viel von Ihr!" sagte der Rosenstock. "Darf ich fragen: wann wird es zum Vorschein kommen?"

"Ich lasse mir Zeit!" sagte die Schnecke. "Sie haben nun solche Eile! Das spannt die Erwartungen nicht!"

Im darauffolgenden Jahr lag die Schnecke ungefähr auf derselben Stelle im Sonnenschein unter dem Rosenstock, der wieder Knospen trieb und Rosen entfaltete, immer frische, immer neue. Und die Schnecke kroch halb aus ihrem Haus heraus, steckte die Fühlhörner aus und zog sie wieder ein.

"Alles sieht aus wie im vorigen Jahr! Gar keinen Fortschritt; der Rosenstock bleibt bei den Rosen, weiter kommt er nicht!"

Der Sommer, der Herbst verstrich, der Rosenstock trug Rosen und Knospen, bis der Schnee fiel, bis das Wetter rau und nass wurde; der Rosenstock beugte sich zur Erde, die Schnecke kroch in die Erde.

Es begann ein neues Jahr; die Rosen kamen zum Vorschein, die Schnecke kam zum Vorschein.

"Sie sind jetzt ein alter Rosenstock!" sagte die Schnecke. 
"Sie müssen machen, dass Sie bald eingehen. Sie haben der Welt alles gegeben, was Sie in sich gehabt haben, ob es von Belang war, das ist eine Frage, über die nachzudenken ich keine Zeit gehabt habe; so viel ist aber klar und deutlich, dass Sie nicht das Geringste für Ihre innere Entwicklung getan haben, sonst wäre wohl etwas anderes aus Ihnen hervorgegangen. Können Sie das verantworten? Sie werden jetzt bald ganz und gar nur Stock sein! Begreifen Sie, was ich sage?"

"Sie erschrecken mich!" sagte der Rosenstock. "Darüber habe ich noch nicht nachgedacht."

"Nein, Sie haben sich wohl überhaupt nie mit Denken abgegeben! Haben Sie sich jemals Rechenschaft gegeben, weshalb Sie blühen, und wie der Hergang beim Blühen ist; wie und warum nicht anders?"

"Nein!" sagte der Rosenstock. "Ich blühte in Freude, weil ich nicht anders konnte. Die Sonne schien und wärmte, die Luft erfrischte, ich trank den klaren Tau und den kräftigen Regen; ich atmete, ich lebte! Aus der Erde stieg eine Kraft in mich hinauf, von oben kam eine Kraft, und deshalb musste ich immer blühen; das war mein Leben, ich konnte nicht anders!"

"Sie haben ein sehr gemächliches und angenehmes Leben geführt!" sagte die Schnecke.

"Gewiss! Alles wurde mir gegeben!" sagte der Rosenstock. "Doch Ihnen wurde noch mehr gegeben! Sie sind eine dieser denkenden, tiefsinnigen Naturen, eine dieser Hochbegabten, welche die Welt in Erstaunen setzen werden!"

"Das fällt mir nicht im entferntesten ein!" sagte die Schnecke. "Die Welt geht mich nichts an! Was habe ich mit der Welt zu schaffen? Ich habe genug mit mir selbst und genug in mir selbst!"

"Aber müssen wir alle hier auf Erden nicht unser bestes Teil den anderen geben, das darbringen, was wir eben vermögen? Freilich, ich habe nur Rosen gegeben! Doch Sie? Sie, die so reich begabt sind, was schenken Sie der Welt? Was werden Sie geben?"

"Was ich gab? Was ich gebe? - Ich spucke sie an! Sie taugt nichts! Sie geht mich nichts an. Setzen Sie Rosen an, meinetwegen, Sie können es nicht weiterbringen! Mag die Haselstaude Nüsse tragen, die Kühe und Schafe Milch geben, die haben jedes ihr Publikum, ich habe das meine in mir selbst! Ich gehe in mich selbst hinein, und dort bleibe ich. Die Welt geht mich nichts an!"

Und damit begab die Schnecke sich in ihr Haus hinein und verkittete dasselbe.

"Das ist recht traurig!" sagte der Rosenstock. "Ich kann mit dem besten Willen nicht hineinkriechen, ich muss immer heraus, immer Rosen ausschlagen. Die entblättern nun gar, verwehen im Winde! Doch ich sah, wie eine Rose in das Gesangbuch der Hausfrau gelegt wurde, eine meiner Rosen bekam ein Plätzchen an dem Busen eines jungen schönen Mädchens, und eine ward geküsst von den Lippen eines Kindes in lebensfroher Freude. Das tat mir so wohl, das war ein wahrer Segen. Das ist meine Erinnerung, mein Leben!"

Und der Rosenstock blühte in Unschuld, und die Schnecke lag und faulenzte in ihrem Haus. Die Welt ging sie nichts an.

Und Jahre verstrichen.

Die Schnecke war Erde in der Erde, der Rosenstock war Erde in der Erde; auch die Erinnerungsrose in dem Gesangbuch war verwelkt - aber im Garten blühten neue Rosenstöcke, im Garten wuchsen neue Schnecken; sie krochen in ihre Häuser hinein, spuckten aus - die Welt ging sie nichts an.

Ob wir die Geschichte wieder von vorne zu lesen anfangen? - Sie wird doch nicht anders.

Andersen, Hans Christian (1805-1875)



 

Eure Eva