seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Selbstgemachte Fruchtrollen * homemade fruit rolls

20.09.2019

Selbstgemachte Fruchtrollen * homemade fruit rolls



zur Zeit haben wir eine reichhaltige Ernte - allerdings leider in Form von fast nicht enden wollenden Mengen von Fallobst. Die Bienen waren sehr fleißig und wir haben ungeahnte Mengen Obst in unserem winzigen Garten.

Die Birnen sind saftig, aber in der Regel von Wespen angefressen, die Äpfel sind oft das vorübergehende Domizil von Apfelwicklern denn wir spritzen kein Zeug im Garten. Erste wegen der Kinder und inzwischen wegen der Hunde, Hühner und Bienen.

Beide Früchtsorten fallen zur Zeit in größeren Mengen mit mehr oder minder lautem "Rums" auf den Kies und in die Beete. Apfelmus ist gekocht und das Birnenkompott sollte inzwischen auch ausreichen.

Bei der Suche nach weiteren Verwendungsmöglichkeiten bin ich immer wieder auf Fruchtleder gestoßen. Das ist einfach gesagt, ein leicht - oder gar nicht - gezuckerter Fruchtbrei, der im Ofen zu dünnen weichen Platten getrocknet wird.

Für Obstreste und überzählige Früchte mal eine interessante Verwendung, insbesondere, wenn man so gern nascht wie ich und inzwischen eine gesündere Alternative zum Gelantine-Zuckerzeug sucht.




Also ich habe sie für mich eine neue Leckerei gefunden. Ich mag das Fruchtleder, muß aber wohl noch ein bischen üben. Erst fand ich die Fruchtrollen zu klebrig und weich, habe dann zu lange gewartet und nun sind sie mir teils etwas fest geworden. Am tollen intensiven Fruchtgeschmack ändert das nichts.






Rezept:

500g geputzte Früchte 
4 Eßlöffel Zucker 
2 Eßlöffel Zitronensaft





Früchte waschen und putzen. Die Früchte entweder sehr klein schneiden, oder grob raspeln. Ich habe die Schale ebenfalls verwendet. Die Fruchtmasse mit Zucker bestreuen und Zitronensaft beträufeln. Gut durchgerührt in einer Pfanne garen, bis möglichst viel Flüssigkeit verdunstet ist.



Jede Fruchtsorte getrennt mit dem Pürierstab pürieren.

Backofen auf 40-50°C vorheizten, Backbleche im Backpapier belegen und das Püree möglichst nur 2-3 mm dick auftragen. 


Die Pürees 12-20 Std. trocknen lassen, bis sie sich vom Backpapier abziehen lassen. Die Oberfläche fühlt sich glatt und meist kaum noch klebrig an.Während der Trocknungszeit die Ofentüre immer wieder einmal für 1-2 Min. einen Spalt weit öffnen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.


Die entstanden Fruchtplatte auskühlen lassen, anschließend in Streifen schneiden und diese schneckenförmig aufrollen. Ich habe sie mit Butterbrotpapier umwickelt und mit Wurstgarn zusammengebunden. Luftdicht aufbewahrt sind die Fruchtrollen ca 3 Monate haltbar.

Die Trockendauer ist von der Feuchtigkeit des Pürees und der tatsächlichen Dicke der aufgestrichenen Masse und von der Genauigkeit der Ofenttemperatur, deshalb wird die Trocknungszeitspanne immer sehr großzügig angegeben.

Am Besten bereits nach 10 Std. die Konsistenz des Pürees immer wieder mal prüfen.

ich habe schmale Streifen Butterbrotpapier um die Rollen gelegt und mit Wurstgarn zusammengebunden. Das sieht hübsch aus und verhindert das zusammenkleben. Dann ab in ein steriles Glas oder in eine Blechdose. Soweit kommen meine aber nicht. Die stehen schon zum Naschen auf dem Tisch.



Ich werde demnächst noch Pflaumen, Ananas und Kürbispüree ausprobieren. Ganz toll sollen Fruchtrollen aus Erdbeeren und Mango sein. Die braucht man nur als Pürree - also ganz ohne Kochen auf das Backpapier streichen und trocknen.






Ich wünsche Euch viel Spaß in der Erntezeit und
beim Ausprobieren.


Macht es Euch schön !
Eure Eva





1 Kommentar:

  1. Liebe Eva,
    was für eine hübsche Idee! Es erinnert mich an Quittenbrot, was aber dicker ist und in Stücke geschnitten wird. Da wir einen Quittenbaum haben, hatte ich das mal gemacht und es hat sehr lecker geschmeckt. Die Idee mit Äpfeln oder Birnen in augerollter Form ist toll. Die Trocknungszeit dürfte kürzer sein, weil dünner und das Aufrollen sieht einfach klasse aus!

    Leider gibt es in diesem Jahr keine Quitten, aber vielleicht versuche ich's dann noch mal mit Äpfeln
    Danke für den Tipp und liebe Grüße

    Monika

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