seidenfeins Blog vom schönen Landleben

05.06.2016

Sonnenschein und Regengüsse * sunny times and storm


Vorgestern hatten wir hier ganz verrücktes Wetter. Morgens dicker Nebel und Platzregen mit Gewitter, Mittags herrlichster Sonnenschein - als wäre nichts gewesen. Das muß ich Euch einfach nochmal zeigen ... denn eigentlich bin ich gerade auf der Rückreise aus dem Osten, wenn alles gut geklappt hat.









Im übrigen wollte mal feststellen, daß Hühner keine Arme haben. Deshalb können sie auch keine Türriegel bedienen. Klar. Meinem Sohn war das aber in der morgentlichen Müdigkeit entgangen - oder so.

Der junge Mann war so lieb, die Hühner in der Früh herauszulassen. Tür auf, Hühner bestimmt im Galopp nach draußen, Tür wieder zu. Das Wetter war ganz in Ordnung.

Blöd, nur daß er die kleine Hühnertür nicht aufgemacht hat. Leider haben Hühner keine Arme und können deshalb den Riegel nicht aufschieben, auch wenn sie erstmal lustig im Auslauf herumtollen.
Einerseits schlecht - aber auch gut, sonst würden sie ja ständig durch den Garten graben. Meine lieben Damen sind richtige Wühler - alles wird gerodet und danach gehts in den Boden um alles von unten nach oben zu holen.







Alles nicht sooooo dramatisch, aber natürlich hatten wir passend dazu einen richtig schlimmen Platzregen mit Blitz und Donner und die Hühner standen draußen unter dem durchweichten Holunder im Matsch. Der Auslauf war nach 10 Minuten ein Matschsee, der Garten teils landunter.


Ich habe die armen Dinger reingelassen und einzeln abgerubbelt, nachdem ich mich gewundert habe, warum die Damen pitsch patsch naß durch die Schlammpfützen waten, wo doch der Stall so schön gemütlich ist. Die Hühnerklappe kann man blöderweise nicht sehen.

So sahen der Auslauf und die weißen Damen vorher aus....




und so sah der Auslauf nach dem Platzregen aus, überall Matsch. Und so die Hühner - frisch mit mehreren Handtüchern trockengetupft.




Ach die armen Dinger ! 

Ich habe den Damen 2 Stunden im kleinen Hühnerschlafzimmer mit Wärmelampe verordnet, und nun sind die hübschen wieder flauschig und haben sich wohl auch nichts weggeholt.

Sachen gibts ....

Macht es Euch schön !
Eure Eva

03.06.2016

Mangold - Tarte * chard pie


Von meinem Squarefoot - Beet habe ich nicht nur gestern geschwärmt, denn ich bin ganz begeistert, daß man auf wenig Raum auf einem verhältnismäßig kleinen Beet so viel Gemüse anbauen kann.

Mangold gehörte bei uns nicht auf die Dauer-Speisekarte - gegessen habe ihn zwar schon als Beilage, aber nun ja es war zwar lecker aber unspektakulär und deshalb habe ich das Gemüse einfach vergessen.

Seit letztem Jahr habe ich nun Mangold angepflanzt und bin begeistert. Der Geschmack gefällt mir, und die bunten Stiele - sofern man diese hübschen Farben bekommt - sind einfach sehenswert.

Dank des kurzen und milden Winters haben 3 Mangoldpflanzen den Winter überstanden und waren ganz früh schon schön groß. Dieses Jahr habe ich sie komplett abgeerntet und 2 große Mangoldtartes daraus gebacken. Die 3 Pflanzen haben zusammen ein stattliches Kilo gewogen.




Zutaten 

Für ca 12 Stücke


Teig 

250g Mehl
125g Butter in kleinen Würfeln
Salz
1 Ei ( M )


Füllung

 4 Schalotten
500g Mangold
2 El Olivenöl
Salz
Pfeffer
50g milder Ziegenkäse
250ml Schlagsahne
100ml Milch
2 Eier (M)
Muskat






Zubereitung


Für den Teig Mehl, Butter, 1 kräftige Prise Salz und Ei mit den Händen zügig zu einem glatten Teig verkneten. In einer abgedeckten Schüssel in den Kühlschrank stellen.

Die Schalotten in dünne Scheiben schneiden (oder hobeln). Mangold putzen und waschen. Blätter von den dicken Stielen trennen. Mangoldstiele und -blätter getrennt in Streifen scheiden. Olivenöl in einer großen Pfanne erhitzen, Schalotten darin glasig dünsten. Mangoldstiele zugeben und ca. 5 Minuten garen. Mangoldblätter zugeben, durchschwenken und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Käse fein reiben und mit Sahne, Milch, Ei und Eigelb mischen. Kräftig mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Teig auf der leicht bemehlten Arbeitsfläche rund ausrollen (28 cm Ø) und in eine Tarte-Form (26 cm Ø) legen. Teig an
den Rand drücken, Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. Etwas Mehl auf den Boden streuen und die Löcher damit verschließen.

Backpapier auf den Teig legen, Form mit Hülsenfrüchten zum Blindbacken füllen. Im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 220 Grad (Gas 3-4, Umluft 200 Grad) 15 Minuten vorbacken, Hülsenfrüchte und Backpapier entfernen, weitere 5 Minuten auf der 2. Schiene von unten backen. Backofentemperatur auf 180 Grad (Gas 2-3, Umluft 160 Grad) reduzieren.





Mangold in die Form füllen, Guss darübergeben. Tarte auf der 2. Schiene von unten in 30-35 Minuten backen.


Rezept aus der Essen und Trinken, aber mit Ziegenkäse und mehr Ei




Viele Grüße von Eva, die gerade eine abenteuerliche Reise in den Osten macht....

Macht es Euch schön !
Eure Eva