seidenfeins Blog vom schönen Landleben

15.11.2011

der erste Frost & blutrote Äpfel * first frost & crimson apples

 Gestern habe ich auf einem Feldweg eine Reihe uralter Apfelbäume entdeckt, die tiefrote Äpfel in allen Größen trugen. Die Blätter waren ja bereits herabgefallen, und so glühten mir die roten Äpfel schon von Weitem entgegen.


Vom kirschgroßen Mini-Äpfelchen bis zu den schönen großen Schneewittchen-Äpfeln hing alles fröhlich nebeneinander an den Ästen. Ein paar dieser Äpfel habe ich dann auch mitgenommen, auf einem weißen Tablett dekoriert und in die warme Küche geholt. Was für ein herrlicher Apfelduft !


 Hattet Ihr heute auch den ersten "Schnee" ? ... eigentlich ist es bei uns nur gefrorener Nebel gewesen, der sich über alles gelegt hat. Dächer und Autos waren weiß, die Straße sah verdächtig nach Glatteis aus, und der Garten wird zum Frostzauberland.


Die Spinnweben, die so fleißig in unseren Buchshecken und - Kegeln, in den Rosenbüschen und in der Hecke gewebt wurden, waren auf einmal feine gezuckerte Netze. In einem Umkreis von 5 Kilometern war es weiß, die Birken voller Frostkristalle, die Felder weiß überstäubt. Der Hochnebel ist in der Luft gefroren und in winzigen Krümelchen herabgerieselt.

 
 

Liebe Grüße ! 
                   Eva

14.11.2011

schwarze Hagebutten * black rosehip !

was für eine Farbe ! Schwarzviolette Hagebutten.
 


Ich habe mich gefreut, diese Hagebuttensorte wieder entdeckt zu haben. Die schönen roten Hagebutten fallen ja sofort auf, die Rosensträucher mit schwarzen Hagebutten sind da schon schwerer zu entdecken,
obwohl die Rose stark verbreitet sein soll. Ich habe sie bei uns in der Region noch nicht oft gefunden.
Das mag daran liegen, daß sie früher als Dünenbefestigung eingesetzt wurde, und sich dann erst nach und nach verbreitet hat. Nun ja, bis zur nächsten Düne müssen wir schon mehrere hundert Kilometer fahren...

Ich finde den Kontrast sehr schön : zartes gelbes Herbstlaub und schwarze Hagebutten.



Die Rose ist eine Bibernell-Rose und heißt Rosa pimpinellifolia. Die Früchte sind eßbar und vitaminreich, und sehr gut geeignet für Marmeladen, für Gebäckfüllungen und zum Aufsetzen von Likören geeignet. Die Verarbeitung zu Marmelade probiere ich gerade aus, wegen der Farbe interessanter scheint mir aber die Verwendung als Likörgrundlage zu sein,




denn beim Abpflücken entstehen hartnäckige dunkelviolette Saftspuren an den Händen, die partout nicht abzubekommen sind. Ein violetter Likör wäre schon interessant. Ob sich diese Hagebutten auch zu einer Marmelade kochen lassen und dabei die Farbe behalten versuche ich gerade herauszufinden. Mal sehen, was dabei herauskommt.


                                                                    Bis bald !
                                                                                 Eva


Nachtrag: 
Die Handvoll Hagebutten habe ich gerade gekocht und den Saft (3 Eßlöffel) mit Gelierzucker zu einem Gelee verarbeitet. Das Gelee ist blutrot und schmeckt ganz intensiv nach Wildfrucht, etwas herb und eigentlich nicht nach Hagebutte, sondern ein bischen wie Blaubeere mit Quitte - oder so ähnlich. Vielleicht passt es zu Vanilleeis...