seidenfeins Blog vom schönen Landleben: Knäckebrot
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19.10.2017

Ursulas Knusper Knäcke mit Dip * recipe * Ursula's very crunchy crispbread with dip

Danke Ihr Lieben für die Geburtstagswünsche ! Ich habe mich ordentlich vom Trara erholt. Die  Familie und unser kleiner Pflegehund sind wieder im eigenen Zuhause und ich habe mir jetz mal wieder den Blog vorgenommen.

Ich möchte Euch unbedingt dieses leckere selbstgemachte Knäckebrot empfehlen - mit einem ganz leckeren Feta-Walnuß-Dip. In Kombination finde ich es unschlagbar




Ich sitze am späten Abend sehr gern vor dem Fernseher um mal ordentlich herunter zu fahren, zu entspannen und einen schönen Film oder eine Folge meiner Lieblingsserie zu schauen. Am liebsten zusammen mit der Familie und einem schönen Getränk und etwas Knusprigem.

Seltsamerweise mag ich inzwischen Süßkram weniger gern, und Chips, Flips und Co schmecken mir nur so semi.

Am Montag habe ich mich mit ein paar tollen Frauen getroffen, es gab einiges zu besprechen und einen kleinen Abschied zu feiern. Dazu hat jede von uns eine Kleinigkeit mitgebracht. Schokomuffins, Apfel-Mandelmuffins, Zuckerkuchen, Amerikaner, Rosmarin-Brotstangen ...
und die liebe Ursula hatte dieses leckere Körnerknäckebrot mit Dip dabei.

Die Kombination ist dermaßen lecker, das ich nun jeden Abend Knäckebrot backe. Das geht  angenehmer Weise schön schnell, sobald man sich mit den Zutaten eingedeckt hat.

Ich hatte sie ausnahmsweise nicht im Haus. Mir ist in der letzten Zeit nichts Tolles dazu eingefallen, also wurden die Hühner mit meiner Körner(an)sammlung erfreut.

Also nun zum Knäckebrot.





Knusperknäcke. Die Zutaten:

50g Weizenmehl
50g Speisestärke
 4 Eßlöffel Sesam
2 Eßlöffel Leinsaat
2 Eßlöffel Kürbiskerne
2 Eßlöffel Sonnenblumenkerne

1 guter Teelöffel Salz
1-2 Teelöffel Paprikapulver

2-3 Eßlöffel Rapsöl

150ml kochendes Wasser

 sowie: 2 Blatt Backpapier,
Wasser und Milch zum Einstreichen
Nudelholz


Backofen auf 170°C vorheizen




Mehl, Salz, Paprika und alle Samen werden gut vermischt. Das Rapsöl darübergeben und 150 ml kochendes Wasser. Nun sehr gründlich vermischen - im Anschluß 10 Minuten quellen lassen.




Zwischen Backpapier sehr dünn ausrollen - nicht dicker als 1mm, sonst backt es schlecht durch.
Das obere Papier läßt sich gut abziehen. Im vorgeheizten Backofen auf dem Papier / Blech ca 45 Minuten backen. Kurz vor dem Herausnehmen mit einer Mischung aus 1 Eßlöffel Sonnenblumenöl und 3 Eßlöffeln Milch bepinseln.  Abgekühlt in Stücke brechen.





Währenddessen kann man locker den leckeren Dip zubereiten.
Für den braucht Ihr folgende

Zutaten:
 
100g gemahlene Walnußkerne
3 gepresste Knoblauchzehen
100g Fetakrümel
 2-4 Eßlöffel Tomatenmark
6 Eßlöffel Zitronensaft
1 Teelöffel Honig
Salz, Pfeffer, Paprika
Olivenöl


 Walnüsse, Knoblauch, Fetakrümel, Tomatenmark und Zitronensaft mit dem Honig gut verrühren, mit Salz, Pfeffer und Paprika abschmecken und nach Geschmack etwas Olivenöl zugeben.







Anmerkung.
Liebe Ursula ... verrate mir doch bitte mal, warum Dein Knäckebrot glänzt wie Sesamhonigschnitten. Meins ist lecker und sieht auch recht gut aus - aber Deines war göttlich.

So und ich bin jetzt nochmal sehr dankbar, wenn einem das Leben erst mit einer Bratpfanne mächtig auf den Kopf drischt und einem dann tolle Menschen schenkt, mit denen man fröhlich schwatzend Knäckebrot knuspert. Mögen wir noch lange beisammensein.

Ich schnappe mir meinen kleinen Vorrat und verschwinde nach draußen auf die Bank mit einem Kaffee - der geht bei mir immer - und einer meiner Häkeldecken und genieße den herrlichen Oktobertag.





Macht es Euch schön und laßt es gutgehen,
Eure Eva


01.03.2016

Skandinavisch Backen - im Praxistest * scandinavian baking - a test

 Endlich kann ich Euch einen ersten sinnvollen Eindruck zu meinem neuen Backbuch geben. Das gute Aussehen ist bei den Rezeptbüchern die in meinem Schrank bzw. in meiner Küche landen, nie das Problem. Das Auge ißt hier schon vor dem Kochen mit.

(WERBUNG, unbezahlt)




Wenn das Buch schon seltsam daherkommt, koche oder backe ich die Seltsamkeiten natürlich nicht nach, um festzustellen ob der Eindruck täuscht. Häßlich bleibt im Laden.


Da mein Mann und ich mehr als einen Meter Kochbücher unser eigen nennen, gibt es nun bevorzugt Themenbücher. Und nun als Neuzugang "Skandinavisch Backen" von Trine Hanemann aus dem EMF Verlag.



Skandinavisch hört sich gut an. Backen auch. Erwartet hätte ich ein lichtdurchflutetes und überbelichtetes Backbuch. Denkste.



Die Bilder sind fast durchgängig stylish dunkel. Das sieht man hier auch auf einigen Food - Blogs und hat sicher auch seine Berechtigung. Nichts lenkt vom vorgestellten Essen ab. Mir ist das ein bischen dunkel. Dennoch : es wird fleißig gebacken, und zur Freude des Hobbybäckers gibt es Kuchen und Torten, wie sie normalerweise auf den Tisch kommen.




Im Buch findet man weder aufwändige Tortenmonumente, noch diffizile Karamellkörbchen. Der "Burner" war für mich der Pfefferkuchen. Hut ab vor so viel Mut - Kekse in dieser Optik gelten bei uns als ungenießbar wenn sie dunkelbraun sind und ins schwarz abgleiten. Mehr so Holzkohle.

Ich finde es lustig. Fast jeder Lebkuchen der hier nachgebacken wird und nicht fast schwarz aus dem Ofen kommt, kann locker mit den Keksen auf Seite 270 mithalten. Backen ist hier Spaß und Freude, Handwerk - aber kein Kunstprojekt.






Die ersten 4 Rezepte von 100 habe ich nachgebacken um einen ersten Eindruck von dem Buch zu bekommen.

1. Windbeutel  mit Jahreszeitbedingt anderer Füllung
2. Dinkel-Rosinenbrötchen
3. Roggen-Knäckebrot 
4. Kardamom-Brötchen


Es gibt im Buch noch eine Menge Brote, Kuchen, Kleingebäck, Herzhaftes und sogar eine Suppe, Glögg und ein paar Marmeladen. Mir wird es also erstmal nicht langweilig ...


Fazit: ich liebe es ...






1. Windbeutel 



Der beschriebene Brandteig hat mir sehr gut gefallen, er ist kaum gesüßt, ohne Milch und ist hervorragend im Backofen aufgegangen. Die Windbeutel waren sehr lecker. Darum freue ich mich schon jetzt auf die Rhabarberzeit - denn dann gibt es die Windbeutel mit Rhabarbersahne - genau wie im Rezept.
















2. Dinkel-Rosinenbrötchen




Die waren allerdings eine Überraschung. Entweder es lag daran, daß ich vergaß die Rosinen von anfang an in den Teig zu rühren, oder hier hat sich ein Fehler ins Rezept geschlichen. Flüssigkeitsmenge: 600ml Wasser - aber nur 500g gemischte Dinkelmehle. Bei mir kam da nur Hefesoße heraus - die ich aber mit beachtlichen Mengen zusätzlichem Mehl zu einem Brötchenteig gerettet habe. Geschmacklich waren die Brötchen sehr gut.

ich backe sie demnächst nochmal in der richtigen Reihenfolge und zu sehen, ob es am Rezept liegt.





3. Roggen-Knäckebrot



Sieht unspektakulär aus, läßt sich gut zubereiten, und ersetzt nun diese gruseligen Chips, die ich sowieso nicht mehr sehen kann. Die Streifen sind erstaunlich mürbe und sind sicher klasse zum Dippen in Kressesauerrahm oder ähnlichem.Wird ebenfalls nochmal gebacken





4.Kardamom-Brötchen




Einfach zu machen - und wie ich finde - mit kalter Butter unfassbar lecker. Es sei denn, man mag den Geschmack von Hefe nicht. Ein neues Lieblingsrezept.

Ich habe das ganz von Hand backen wieder neu entdeckt. Das war dermaßen entspannend ! Wenn man es schafft, die "Gehzeiten" nicht mit anderer Arbeit vollzupacken wird das Backen fast meditativ.












Wunderbar gefallen hat mir der letzte Absatz der Einleitung: 

Beim Backen zu Hause geht es um Liebe, Frieden, Behaglichkeit und die schiere Freude an der Herstellung köstlicher Brote und Backwaren. Mit diesem Buch möchte ich erreichen, dass die allerbesten Brote und Kuchen, hergestellt aus den besten Zutaten, Teil des Lebens möglichst vieler Menschen werden.


Ja, es war gemütlich, friedlich und behaglich, als ich ausnahmsweise nur mit Muskelkraft und Holzlöffel Teige gemischt und dann geknetet habe. Die Abwesenheit von Lärm, nur das Geräusch von geknetetem Teig, kleine Mehlwolken inklusive und ein sehr heimeliger Duft im Haus.





Ich mag das Buch sehr. Danke Schatz, das war eine tolle Idee !


So - das war es für heute
Macht es Euch schön !
Eure Eva