Donnerstag, 28. April 2016

kleine Mispelkuchen im Glas * tiny juicy medlar cakes

Gestern habe ich mir ein Schälchen Mispeln mitgebracht. Sie sind etwa so groß wie Pflaumen, glatt und orange - und ich hatte keine Ahnung wie sie schmecken könnten. Europäische Mispeln kenne ich. Die sehen komplett anders aus und haben ein interessantes Aroma, müssen aber mindestens ordentlich gekocht werden damit man etwas damit anfangen kann.

Netterweise habe ich bei der Suche nach einem Rezept sogar ein schönes gefunden - auf der Hompage von Edeka. Das ist Kundenservice - denn das Rezept ist wirklich gut, auch wenn ich
mir nicht verkneifen konnte es mal wieder abzuändern.

Mein Rezept steht unten, das Orginalrezept steht hier: Kleine Mispelkuchen




Die Mispeln sind eigentlich afrikanische Mispeln oder Vangueria infausta. Sie können roh gegessen werden, passen zu Smoothies und können zu Kompott, Marmelade und ähnlichem weiterverarbeitet werden. Ich würde den Geschmack als gelbe Pflaume + Kiwi + Quitte bezeichnen.







10 kleine Mispelkuchen


 300g kleingeschnittene afrikanische Mispeln
260g Zucker
4cl Vanilleextrakt
200g Butter
4 Eier
400g Weizenmehl
3TL Backpuver
250ml Milch

&


frische Erdbeeren zu kleinen Würfeln schneiden - und später zum Kuchen servieren.


8- 10 hitzefeste flache Glasschalen mit ungefähr 150ml Volumen
... mit Butter ausstreichen und bemehlt bereit stellen

Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze (Umluft 175 Grad) vorheizen



Die Mispeln habe gewaschen, halbiert und die Kerne entfernt. Das Fruchtfleisch wird in
kleine Würfel geschnitten und mit 60g Zucker und dem Vanilleextrakt in einen Topf bei
niedriger Temperatur ein paar Minuten ziehen lassen. Dabei immer wieder ein bischen
umrühren.

Kurz aufkochen lassen und anschließend vom Herd nehmen und abküheln lassen.
Den Saft in eine Tasse abgießen und beiseite stellen.

Für den Teig wird die Butter mit 200g Zucker in einer Schüssel cremig gerührt.
Die Eier nach und nach zugeben und gut unterrühren. Mehl mit Backpulver mischen und sieben. Beides zusammen mit der Milch unter die Butter-Eier-Masse rühren.

Die abgetropften Mispeln vorsichtig unter den Teig mischen.

Den Teig in die Schalen / Gläser verteilen und im Anschluß auf das Gitter in die mittlere
Schiene des vorgeheizten Backofens stellen und ca. 35 Minuten backen.
Stäbchenprobe machen!






Gläser aus dem Ofen nehmen und mit dem beiseite gestellten Saft bestreichen -
Gläser auf auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Erdbeeren zu kleinen Würfeln schneiden und zusammen mit einer halbierten Mispel
zum Kuchen servieren.







Macht es Euch schön und laßt es Euch schmecken !
Eure Eva
















Montag, 25. April 2016

Pastell - Blüten häkeln * Tutorial * crocheting pastell daisies

Zur Zeit häkle ich 34cm Quadrate für unsere Gartenstühle und die Gartenbank. Eine Seite wird gehäkelt und im Anschluß auf ein flaches Leinenkissen genäht. Dieses Mal sind es Pastell-Blüten.
Nicht dicht an dicht - aber Blüte an Blüte. Für diese Blumen habe ich Euch ein Tutorial fotografiert.




Los geht es ! Verwendet habe ich mein Lieblingsgarn - 3-4 fädige Baumwolle, 3,5er Stärke. Hersteller gibt es ganz viele. Ich suche mir die Garne überall zusammen - wichtig ist nur, daß sie immer aus 100% Baumwolle sind, und alle 3,5er Stärke haben. Manche sind gasiert - also mercerisiert - aber das mag ich eigentlich nicht so gern, weil das Garn glänzt, und den Augenmerk von der Form und den Farben ablenkt. Das Garn hat allerdings den Vorteil, das man nicht ständig zarte Flusen einatmet.



Ich fange immer mit einem Fadenring an.
In den Fadenring werden 12 Stäbchen in pastellgelb gehäkelt und mit einer Kettmasche geschlossen. Das Fadenende in der Mitte nehmen und fest zuziehen.



In der nächsten Runde wird mit einer anderen Farbe ( zum Beispiel grün ) gehäkelt:
zuerst 2 Steigeluftmaschen und danach immer im Wechsel:
in die Masche der Vorrunde : 1 Stäbchen,
in die Folgemasche der Vorrunde: 2 Stäbchen.
in die Masche der Vorrunde : 1 Stäbchen,
in die Folgemasche der Vorrunde: 2 Stäbchen.
usw.
mit einer Kettmasche schließen.

Zum Schluß hat man 18 Stäbchen.







letzte Runde, neue Farbe ( Rosa ) :
2 Luftmaschen,
in die nächste Masche kommen:1 Feste Masche, 2 Stäbchen, 1 Feste Masche, 2 Luftmaschen,
in die Folgemasche: 1 Kettmasche
2 Luftmaschen,
in die nächste Masche kommen:1 Feste Masche, 2 Stäbchen, 1 Feste Masche, 2 Luftmaschen,
in die Folgemasche: 1 Kettmasche
usw









mit einer Kettmasche schließen, Faden durchziehen und rückwärtig vernähen




für ein ca 34cm großes Quadrat habe ich 15 Blüten gehäkelt, hin und her sortiert und im Anschluß rückwärtig zusammengenäht. Farb"Ausreißer" wie die dunkellila Blüte machen es für mich etwas spannender.



 

Ein kleines Bild mit Häkelschrift habe ich auch noch für Euch:






Macht es Euch schön !
Eure Eva



Samstag, 23. April 2016

Salzige Schokokekse ! salty .... Chocolate Chip Cookies : Rezept * Recipe

Falls Ihr - so wie ich - so ein Körbchen für Rest - Schokolade habt, der letzte Schokohase einsam darin hockt, die eine oder andere Schokolade zwar ganz ok - aber ein paar Restriegel nicht gegessen sind, weiße Schokolade zum Kaffee nicht so lecker war wie gehofft ....
dann habt Ihr eigentlich ganz tolle Reste für mega saftige Salty Chocolate Chip Cookies.




 Bei mir wandert auch regelmäßig Kuvertüre mit in die Kekse weil die nicht ganz so süß ist, wie die "Naschschokolade" aus dem Schoko-Regal. Für üppige Restmengen habe ich ein Rezept für 600g Schokolade gefunden.


 


Ursprünglich ist Zartbitter für das Rezept eingeplant, Zartbitter mag ich gar nicht, also mische ich, was noch so "herumfliegt". Schokohasen, Minitafeln aus Zartbitter mit Orange, 4 übriggebliebene Pralinen, eine angefangene Vollmilchkuvertüre, Zartbitterkuvertüre, weiße Kuvertüre, weiße Schokolade mit Kokos die allen zu süß war..... hacke alles in kleine Würfel und rühre alles in den folgenden Teig:




Zutaten

275 g Mehl
125 g Stärke
1 Tl Natron
1 Tl Backpulver
1/4 Tl gröberes Salz
250 g weiche Butter
240 g brauner Zucker
190 g weißer Zucker
2 Eier
2 Tl Vanilleextrakt
600 g Zartbitterschokolade oder Schokoladenreste in kleine Würfel gehackt





Zubereitung

Mehl, Stärke, Natron, Backpulver und Salz in eine Schüssel sieben. Das Salz ist bei mir mittelgrobes Meersalz - das hat den Vorteil, daß es sich eben nicht im Teig auflöst, und man in jedem Keks immer ein paar kleine Salzkristalle hat - und das ist so lecker zu der süßen Schokolade.


Mit einer Küchenmaschine oder einem Handmixer Butter und beide Zuckersorten einige Minuten lang schlagen, bis die Masse sehr cremig ist. Die Eier nacheinander dazugeben. Vanille unterrühren. Geschwindigkeit reduzieren und die Mehl-Backpulver-Mischung dazugeben. Dabei nur so lange mischen (5 bis 10 Sekunden), bis sich beide Massen gerade so verbunden haben. Schokostückchen mit einem Holzlöffel oder Teigschaber untermischen. Mit Klarsichtfolie bedecken und kurz in den Kühlschrank stellen – der Teig lässt sich besser verarbeiten, wenn er kalt ist.


Ofen auf 180 °C vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen


Mit einem Esslöffel, einem Eiskugelportionierer oder am besten mit der Hand gleich große Teighäufchen mit großem Abstand voneinander auf das Backblech setzen. Meine Cookies habe ich als 4-5cm Kugeln auf das Backblech gesetzt, sie sind so stark auseinandergelaufen die sich fast zu einer Keksplatte verbunden haben. Aus 4-5cm großen Kugeln wurden 8cm Kekse.

Backen, bis sie goldfarben sind – je nach Größe der Cookies dauert das etwa 12 bis 15 Minuten




Und morgen kann ich Euch den Fortschritt bei dem Häkeln meiner Sitzkissen
für die Gartenmöbel zeigen. Mit Tutorial für die neuen pastelligen Prilblumen.

Macht Euch ein schönes Wochenende !
Eure Eva



Donnerstag, 21. April 2016

Squarefoot - Beet: Viele Gemüse auf wenig Raum * Squarefoot gardening : a year of joy


Ein Gemüsebeet ist ja mal wirklich etwas Feines. Ich springe zur Haustür heraus und kann Salat pflücken, frische Kräuter für den Kräuterquark holen und super frischen Dill für den Sonntags-Lachs ernten. Sogar mehrere verschiedene Bepflanzungen im Laufe des Jahres funktionieren. Und es macht so viel Spaß ! Ich gärtnere einfach sehr gern.




Ich habe - wie schon so oft von mir geschrieben - kaum noch Platz auf unserem recht kleinen Grundstück. Die sonnigste Stelle ist der gepflasterte Hof. Also hat sich ein Gemüsebeet angeboten,
daß auf den Hof passt. Gerne auch in einer Ausführung, die sich wieder entfernen ließe, falls es ein Reinfall wird. Aus diesem Grund haben wir uns ein ganz einfaches Modell selbst gebaut: gezeigt habe ich es hier: einfach tolles Gemüse - mein Hochbeet als Squarefoot - Garden



Das war günstig - und läßt sich zur Not sogar im Ofen verheizen. Das ist allerdings nicht nötig, denn das Beet ist ein voller Erfolg. Obwohl wir letztes Jahr etwas spät dran waren, haben wir ungefähr 12 Köpfe Salat, mehrere Kilo Tomaten, 2x Bohnen, ein paar Zuckerschoten, bunte Karotten, Mangold, bunte Radieschen, Rucola, glatte Petersilie, Dill, 8 Zucchini und mehrere Zierkürbisse geerntet.

 

Ein Reinfall war das Basilikum, daß sofort von den Amseln gefressen wurde und Knoblauch - der ist auf mysteriöse Weise verschwunden.

Dieses Jahr waren wir deutlich schneller mit dem Einsäen und haben das ganze Beet mit einem weißen Vlies abgedeckt. Das beleidigt etwas die Optik, aber dafür gibt es mehr Gemüse. Das Mehr an Gemüse gewinnt.




Über die letzten Wochen habe ich ein paar Samentüten gesammelt. Pflücksalat, bunte Radieschen, Zucchini, Karotten, Erbsen, Rucola, Petersilie und Dill werden zuerst ausgesät



Für jedes einzelne der 30x30cm großen Felder gibt es einen Plan. Links unten habe ich Felder für wärmeliebende Kräuter wie Rosmarin, Thymian und Salbei, daneben hat noch Schnittlauch Platz. Hier wird es in meinem Beet am trockensten. Mangold oder Salat stehen da nicht sonderlich gut.





Also muß ist Planung sinnvoll. 30 kleine Quadrate sollen so bepflanzt und eingesät werden, daß pro Quadrat mehr als eine Ernte möglich ist. So haben wir zum Beispiel in alle Felder, auf die später Tomaten gepflanzt werden kleine Salatpflanzen gepflanzt. Erst können wir einzelne Blätter ernten, und wenn es Zeit wird, die Tomaten einzugraben, wird der Salat abgeschnitten. Ebenso bei Zucchini, Buschbohnen und Artischocke.

Dann gibt es noch normale eingesäte Beete, die im Spätsommer abgeerntet werden und gleich mit Sommer - oder Herbstsaaten geplant sind. Dill hällt bei uns nur bis zum Frühsommer, dann hatten wir kleine Tiere dran. Das wars. Die Pflanzen werden herausgezogen und den Hühnern verfüttert.

Nun ist je nach Monat Platz für Feldsalat, Sommerrettich oder einfach nochmal kleine Salatpflanzen.


Bei den Samen gibt es sehr viel Auswahl. Es gibt einfache - billige - Samentütchen mit losen Samen.
Für Erbsen und Ringelblumen etc ist das ausreichend. Es gibt Tütchen mit eingeschweißten Samen - das hällt die Samen frisch und soll sich sehr auf die Keimfreude auswirken. Die teureren Samentüten haben inzwischen sogar kleinen Schildchen in der Tüte. Ich bin gern experimentell, und vertraue darauf, daß die Erbsen aus den netten Samentütchen von Tiger und die hübsch bedruckten Tütchen von IKEA auch vernünftige Samen enthalten. Bisher hatte ich Glück. 

Möchte ich genau wissen, was demnächst im 3. Kasten von links unten wachsen wird, nehme ich die Traditionellen Samenanbieter. Aus dem Gartenfachmarkt. Auch hier ist die Spanne groß - zwischen wenigen Cent bis einigen Euro kann man für so ein Tütchen ausgeben. Jeder wie er mag.



Für mich sind diese Samenstreifen ganz praktisch. Die Samen sind in einer Art Taschentuchpapier im richtigen Sä - Abstand eingefüllt. Pikieren - also das Entfernen zu dicht eingesäter Pflanzen ist überflüssig. Ich mag das, denn ich bin so doof, daß ich mich nicht von den vielen schönen Pflänzchen trennen mag, wenn die Karotten dicht an dicht aufgehen. Das ist dumm, weil die Kartotten dann nur bleistiftdick werden, denn es ist einfach viel zu eng. Meine Karotten überleben alle, sind dann aber spinnedünn. 

Der Vater von Frau Seidenfein schüttelt den Kopf. Seine Kartotten waren eher Rüben, mit seinen Kartoffeln konnte man Leute erschlagen und die Salatköpfe waren riesig. Überhaupt war es der Overkill an Gemüse und Obst, als der Vater noch 1000 m² per Hand umgrub und wir nur das Gemüse und Obst abholen brauchten. Wir hatten so viel von allem, daß wir nicht mehr wußten wohin damit. 

Brauchst Du noch einen Eimer mit 10kg Johannisbeeren ? ... oder 2 Eimer Erdbeeren, 5 Köpfe Salat, 20 Kilo Kartoffeln oder 8 Blumenkohl ? Grünkohl ? Erbsen ? Rettich ?

Jetzt hätte ich gern mehr von dem tollen Gemüse, denn das Zeug aus den Läden ist inzwischen oft nur einen Tag toll und danach schlagartig eklig. Tomaten und Karotten sind ganz schlimm. Aber das ist ein anderes Thema. Wir bekommen inzwischen eine tolle Gemüsekiste vom Bauern, und das "Pflückgemüse" kommt wieder vom Hochbeet. Das ist für uns auch in Ordnung.

Das Hochbeet wurde duchgehackt, Pflanzenreste entfernt und die letzten Mangoldreste zusammen in ein neues Quadrat gepflanzt. Alles schön harken ....




Das Gitter auflegen, damit man sich orientieren kann...  den Plan ansehen und kleine Reihen für die Samen ziehen.




Das Samentütchen dazustecken, oder ein Stöckchen mit beschrifteter Wäscheklammer , oder das luxeriöse Plastikschildchen aus der Samentüte



Die gekauften Minipflänzchen werden eingepflanzt und angegossen. Ach das sieht immer wie ein Trauerspiel aus - so frisch eingepflanzt, aber nach ein paar Tagen wird es prächtig.

Der große Vorteil am Hochbeet ist, das wir bisher keine Schnecken hatten. Die scheinen die ekeligen rohen gesägten Dielen nicht zu mögen.



Jetzt noch das weiße Pflanzenvlies darüber legen. Der Regen und die Sonne gehen übrigens hindurch. Wir haben zur Zeit noch Nachtfrost - bzw. deutlich unter 10°C. Den Pflanzen ist das zu kalt. Mit dem Vlies scheint es perfekt zu sein, denn inzwischen laufen die Samen auf und die Salatpflanzen gedeihen ebenso prächtig wie der Mangold.

Demnächst zeige ich neue Bilder vom Beet. 
Vorher gibt es leckere Cookies zur Stärkung mit extra dicken Schokostücken,
denn Gärtnern macht hungrig.

Macht es Euch schön !
Eure Eva




Mittwoch, 20. April 2016

Pünktchen Untersetzer * crochet dot coaster



Pünktchenregen ! Nach dem Sitzkissen aus Pünktchen habe ich mich an einen kleinen Untersetzer
in Rottönen, Rosa und Wollweiß gewagt. Er hat einen Durchmesser von ca 25cm und ist - wie ich finde - ganz hübsch geworden.




Die Pünktchen habe ich aus 3,5er Baumwolle - zum Beispiel aus Catania von Schachenmayr, 
in Rot, Rubin, hellem Rosa und einem sehr hellen Wollweiß gehäkelt. 

Eine kleine Anleitung gibt es hier: Häkelpünktchen
und hier als verschiedene Häkelpünktchen-Größen: Pünktchen für Anton.

Der Pünktchen - Coaster ist nur eine weitere Variante...





Niedlich ! ... und herrlich zur Verwertung kleiner Baumwollreste !


Macht es Euch schön !
Eure Eva