Dienstag, 27. Januar 2015

Tulpen und ein Spitzen - Häkelei - Versuch * tulips and a " trial and error " crochet scarf


Nachdem wir nur 12 Stunden Schnee hatten ( über Nacht ), ist die Sonne wieder da, und hat alles weggeschmolzen. Im Wohnzimmer mache ich es mir bei herrlichem Licht gemütlich. Ich habe mir eine tolle Wolle mit Farbverlauf in superdünn gekauft, und probiere gerade aus, bei welchem Muster die Wolle am Schönsten aussieht.












Weil meine inzwischen fast verblühten Tulpen farblich so schön zur Wolle passen, dürfen sie noch auf dem Tisch ausharren bis die Blütenblätter abregnen.



In meinem Häkelbuch bin ich auf Spitzenhäkelei gestoßen. Nun ja, für ein aufwändiges und schwieriges Muster fehlt mir einfach die Geduld, weil ich ja gern das fertige Teil nach Stunden oder Tagen in den Händen halten möchte. Da ich einen Spitzenschal in einem Beeren - Beige - Grauton haben möchte, und das auch nicht erst im nächsten Herbst, sitze ich nun fleißig im Wohnzimmer und häkle.








Ganz schön vertrackt, wenn die Wolle unter 1mm dick ist, die Nadel aber 3mm hat. Das soll so sein, damit es schön locker und luftig wirkt, führt bei mir aber dauernd dazu, daß mir die Schlaufen von der Nadel hüpfen.

Woooooooohhhhh, eine Geduldsprobe für die liebe Eva. Ob das nun das Richtige ist, weiß ich noch nicht. Mal schauen. Vielleicht werden es doch kleine Einzelblüten. Irgendwie ist das Muster zwar schön, aber als Schal gefällt es mir jetzt doch nicht mehr. Das Ergebnis nach 3 Stunden häkeln ist unbefriedigend.





Da frag sich der Collie : "was macht sie denn da nur ? "
"... echt jetzt ? Sie ribbelt alles wieder auf ?"

Yep! Genau das mache ich gerade.




Geribbelte Grüße,
Eure Eva










Sonntag, 25. Januar 2015

Gemütlicher erster Kaffee auf der Küchenbank * morning coffee in the kitchen






Zu einer gemütlichen Küche gehört für mich eine gemütliche Sitzbank. Mit schönem Bezug und bevorzugterweise an einer Stelle, von der aus man Ausblick hat. Unsere Küchenbank ist eine umgewandelte Truhe - oder wie auch immer man das nennen mag - die eigentlich aus der IKEA Bad-Abteilung kam.

Idealerweise passt sie aber haargenau zwischen unseren großen Küchenschrank und den Herd, bietet ordentlich Stauraum und hat sogar Löcher, durch die warme Heizungsluft strömen kann.



Die Bank steht schon eine Weile in der Küche und wird besonders morgens sehr von mir geliebt, denn es gibt keinen kuscheligeren Ort in der Küche für die erste Tasse Kaffee am Morgen. Bisher sah das so aus .... ( vor dem letzten make-over ), und hat mir nicht mehr gefallen.




Also hat auch die Bank eine Frischekur bekommen - neue Bezüge, und die Rückenlehne, die irgendwie und irgendwo im laufe der letzten Küchen - Renovierung verschollen ist, wurde auch erneuert. Mir ist immer noch ein Rätzel, wie eine Rückenlehne verschwinden kann.

Meinen Fundus habe ich nach Stoff durchsucht, und zwei sehr schöne gefunden. Der eine ist ein No-Name, der aber verdächtig nach Tilda-Muster aussieht, der andere ist von Tanya Whelan, in einem schönen Grün mit einem tollen Muster.











Nähmaschine und Overlockmaschine wurden auf dem Eßtisch aufgebaut. Die Bezüge sollten ohne Verschlüsse sein, damit sie auch wendbar sind. Die Lösung sind Hotelverschlüsse, die man glücklicherweise auf You Tube als Schritt für Schritt - Anleitung gezeigt bekommt. Eigentlich super einfach. Zumindest, wenn die Overlook - Maschine funktioniert.

Uns beide - also mich und das Maschinchen - verbindet eine Haßliebe. Funktioniert die Maschine, liebe ich sie heiß und innig, denn sie ist so unglaublich praktisch. Eine Naht nähen, die Kanten abschneiden und umketteln in einem Schritt. Das macht richtig Spaß. Wenn sie näht. Üblicherweise reißt der Faden, fädelt sich danach selbst auf mystische Weise selbst wieder ein - und zwar so, dass hinterher keine vernünftige Naht entsteht, sondern  ein Wulst der sich selbsttätig bis zum Nähfuß zusammenrollt. Da hilft dann nur noch den Nähfuß beherzt freizuschneiden. Für das Nähstück war es das dann meistens.








Glücklicherweise ist mir das heute nur ein Mal passiert, und ich habe gleich gemerkt, was sich da anbahnte. Zerschneiden brauchte ich fast nichts, aber ich war ganz kurz vor einem Wutanfall.


Nun sind die Bezüge aber fertig, und ich brauche nur noch zwei Knöpfe annähen und Knopflöcher für die Befestigung des Rückenbezugs nähen. Das verschiebe ich aber auf morgen. Und so sieht es jetzt auf meiner kuscheligen Bank aus:






                                                 nochmal  .... vorher                                     .... und nachher




Ach wie gemütlich ! Ich freue mich schon (fast) auf morgen früh, wenn ich die Bank einweihen werde. Mit einem Kaffee auf der einen Seite und Radiogedudel hinter meinem linken Ohr.








Liebe Grüße,
Eure Eva !



Donnerstag, 22. Januar 2015

Eine Stola für die Prinzessin ... gesponnen & verhäkelt * A Stola for the princess... spun & crocheted








Heute möchte ich Euch zeigen was ich aus meiner selbstgesponnen Wolle gemacht habe ! Ich habe fleißig am Spinnrad gesessen und versucht einen gleichmäßigen Faden zu spinnen. Spinnen ist am Anfang wirklich spannend, und man kann gut dabei abschalten, denn wenn man mit den Gedanken nicht dabei ist, ist ruck zuck der Faden gerissen.

Ich möchte mich hier auch gleich für Euren Zuspruch bedanken ! Das hat mich heute und gestern wirklich aufgebaut, und ich packe die Wünsche gleich mit in meine Tasche, wenn ich losbrause.  Es ist schön, so liebe Rückmeldungen zu bekommen.




Nun aber zurück zur flauschigen, winterweißen Wolle ! Das Verspinnen zu einem schönen Faden ist so gut geglückt, dass die Prinzessin *

 - * ja, die lieben Kinder nennen sich "Prinzessin" und "Prinz", und ich fand das etwas übertrieben, aber nur bis zu dem Tag, an dem ich zur "Königin" ernannt wurde -

also dass die Prinzessin fand, es wäre genug für einen extralangen Schal, der bitte die Breite einer Stola haben sollte. Die Königin murrte etwas, weil sie mal schnell errechnete, daß es sich dann so ungefähr einen Quadratmeter häkeln müsse. Aber murren ist kein Argument gegen einen schönen Schal und es wurde fleißig gehäkelt.













Das Ergebnis kann sich sehen lassen, der Stola-Schal ist 250 cm auf 42 cm und wunderschön weich und in einem ganz hellen creme. Die Wolle ist einfaches Dochtgarn, also einfädig und hat lauter lustige kleine "Löckchen" ( korkenzieherartige Knötchen ), weil ich zu viel Fadenspannung beim Spinnen hineingegeben habe. Anders spinnen kann ich noch nicht. Das Garn macht dadurch aber schöne Effekte und darum bin ich zufrieden.


Kurzanleitung

Der Schal besteht aus 250cm Luftmaschen und ist ganz einfach zu häkeln:

In jede 2. Masche der Luftmaschenschlange werden 3 Stäbchen gehäkelt, dann eine Masche übergangen und wieder 3 Stäbchen gehäkelt. Es entsteht ein Fächermuster. * Am Ende der Reihe habe ich 3 Luftmaschen gehäkelt, den Schal umgedreht, und 3 Stäbchen in den ersten Maschenbogen gehäkelt, die nächsten 3 Stäbchen in den nächsten Maschenbogen usw.*

von * bis * wiederholen, bis die gewünschte Höhe erreicht ist.



 

 





Die Prinzessin ist auch glücklich. Wenn die Stola in Ungnade gefallen wäre, hätte ich mich über einen super kuscheliges Teilchen in meiner Gaderobe gefreut, aber die Stola bekomme ich spätestens ab jetzt nicht mehr in die Hände. Schwups, weg ist sie.
 





 Ach ja, irgendwie drängt sich bei uns immer ein eifersüchtiger Hund ins Bild, wenn wir uns mal nicht um den "unvergleichlich entzückenden Herrn Collie" kümmern .... komisch, da ist er ja wieder.







Ganz viele liebe Grüße,
Eure Eva




Nachtrag:
die guten Wünsche haben offenbar gewirkt. O-Ton Doc: "machen sie weiter mit der Menschwerdung" ( soll wohl heißen : alles ok ). Was für eine Erleichterung !

Mittwoch, 21. Januar 2015

Grüntee - Badetabletten für den Detox - Day * DIY * Detox - Bathbombs with green tea

... ich bin schon im Frühlingsaufbruch, obwohl es theoretisch ja noch meterhoch schneien könnte ( woran ich nach diesem Winter ohne einen Tag Schnee aber nicht mehr glaube ). Mir ist nach hellen Farben, nach einer gemütlichen Decke und einer schönen Tasse Tee. Die Sonne scheint ins Zimmer und das sieht einfach schön aus. Warum also nicht einen Detox-Tag einlegen ?





Nun ja - in der abgespeckten Form, denn auf feste Nahrung will ich nicht verzichten. Ich bin eher so der dünne Typ, hektisch, wuselig und immer ein bischen zu viel unter Strom. Das hat zur Folge, daß ich ständig hunger habe. Saftfasten oder ähnliches sind mir ein Horror. Aber darum braucht man ja nicht gleich auf einen gemäßigten Wohlfühltag verzichten. Ich zumindest nicht.

Begonnen habe ich mit einer schönen Tasse grünen Tee zum Frühstück, ganz brav ohne Zucker, dafür aber mit Stevia und Obst. Mittags habe ich "gesündigt" und Chiccoreeauflauf gebacken. Chiccoree und Reis sind ja super gesund, die Sahne und der Hauch Käse werden davon locker aufgewogen. Ich bin sicher, ganz bestimmt....

Nachmittags habe ich einen Termin, zu dem ich ganz gemütlich cruisen und nicht hetzen werde, im Gepäck ein schönes Buch für die Wartezeit. 








Zuhause angekommen geht es nachher ab in die Wanne. Ich habe mir schon alles zurechtgelegt die  selbst hergestellten Detox-Badetabletten aus grünem Tee und Mandelöl - das wird Detox für außen - imd dazu gibt es Detox für innen:  eine Tasse Detox Tee von Pucca mit Anis, Fenchel und Kardamom.








 



Sobald ich zurück bin wird Wasser eingelassen, das Buch geschnappt, ein dickes Handtuch in den Nacken gelegt und dann werde ich einfach komplett abschalten, bis das Wasser kalt ist. Die restlichen Badetabletten werden im Badezimmer geparkt - gleich neben den Rosen- und Kamillen - Sprudeldingern.



 DIY DETOX - Sprudeltabletten

50g Speisestärke
50g Zitronensäure
40g Kokosfett
100g Natron

2-3 Eßlöffel Grüntee zu Teepulver vermahlen
1-2 Eßlöffel Mandelöl
ggf. etwas zusätzliche Speisestärke



Die Anleitung gibt es hier : DIY Anleitung Badetabletten / Badepralinen

 

  

Später ziehe ich um ins Wohnzimmer zu Tee, Spinnrad und Kerze und werde bei einer meiner Lieblingsserien etwas für meine Seele tun. Dann bin ich fit für morgen, da habe ich einen Arzttermin, vor dem es mir richtig graust. Ich drücke mir die Daumen, daß alles gut ist. Ach, das ist es bestimmt, es muß einfach.



Bis dahin ! Macht es Euch schön und laßt es Euch richtig gutgehen !
Eure Eva




 
  


Sonntag, 18. Januar 2015

Küchen make-over * little kitchen make - over


Ich hatte mal wieder eine " mal eben schnell renovieren " Idee. Ziel war die Küche.

Ich stand im Türrahmen und schaute mir die Küchendecke an. Ok, sie ist weiß ( oder war es zumindest einmal ) und sieht eigentlich noch ganz passabel aus. Mich hat aber wie immer der Übergang zwischen der abgehängten Decke und den verputzten Wänden gestört. Egal, wie oft wir uns um diesen Übergang "kümmern", es entsteht ein unschöner Riß zwischen Wand und Decke.

... und der Küchenschrank sollte eigentlich eine Kranzleiste bekommen. Die ist vor ein paar Jahren einem Wasserschaden zum Opfer gefallen, seitdem konnten wir uns nicht entscheiden was mit der Blende passieren soll. Nun hatte ich dafür wenigstens eine Idee.





Die abgehängten Decken sind irgendwann von den Vorbesitzern eingezogen worden. Die hatten einfach keinen Nerv mehr den Kalkputz zwischen und auf den Balken zu streichen. Der Putz reißt leider sehr gern und rieselt herunter. Streichen kann man nur mit einem Pinsel, und auch das nur sehr vorsichtig.

Wir haben die abgehängten Decken im Wohnzimmer und im Schlafzimmer herausgerissen, und den Orginalzustand wieder hergestellt. Ein wahnsinniger Aufwand, denn natürlich kommen mit den Holzlatten des Unterbaus auch riesige Stücke Lehm - Strohputz herunter. Bei 6 - 7 Längslatten auf 4 - 5 Balken hat man dann schnell mal 28 - 35 Löcher in der Decke. Scheußlich. Wenn es aber fertig renoviert ist gefällt mir diese Art Decke sehr gut. Vor dem Streichen habe ich aber wirklich Respekt.


Doch nun zurück zur Küche.


Die Decke will ich auf keinen Fall herausreißen. Das ist so ein irrsinns Aufwand, das ich mir überlegt habe, eine Stuckleiste rundherum wäre auch schön. Die verdeckt den Übergang, passt zum Haus und zum Raum und ist viel schneller angebracht.

Theroretisch. Praktisch hat mein Mann mehrere Abende auf der Leiter in der Küche verbracht - leise fluchend - während ich mit schlechtem Gewissen am schnurrenden Spinnrad gemütlich im Wohnzimmer saß. Dieses Wochenende ist die Küche endlich fertig geworden. Die Decke ist gestrichen, denn eine blütenweiße Stuckleiste passt nicht zu einer irgendwann gestrichenen Decke.


Lust auf ein paar vorher - nachher Bilder ?





 

Schränke, Türrahmen, Fenster, Dunstabzugshaube sind frisch geschrubbt, die Schubladen durchsortiert und kleine Macken ausgebessert. Alles ist ein bischen umdekoriert, die Gläser sind wieder aufgefüllt, und alles gefällt mir viel besser.  Toll ! Was habe ich mich gestern gefreut. 






 









Ich habe mich richtig riesig gefreut ( und tue das auch immernoch ) ....


bis mir aufgefallen ist, daß pünklich zu dem Gefühl "nun ist alles super" der Kühlschrank nur noch ein Schrank ohne "Kühl" ist. Das Biest ist doch ernsthaft gestern im Laufe des Tages kaputt gegangen. Odersind die Stromkreise durchgebrannt, als mein Mann meinte:"vielleicht sollten wir einen neuen Kühlschrank kaufen, der alte ist ja wirklich nicht mehr gut. " ?

Nicht gehört hat der Kühlschrank, daß ich sehr dagegen war, denn so lange der alte noch läuft, bräuchten wir doch keinen neuen..... Tja so gehts. Die Entscheidung brauche ich nicht mehr treffen,
wir schauen uns wohl morgen Kühlschränke an....


Aber jetzt muß ich los, schon wieder eine Geburtstagsfeier
ganz herrlich mit Kaffee und Kuchen.

Liebe Grüße,
Eure Eva