Sonntag, 17. April 2016

Gärtnermahl ! Säen ernten kochen : Buchempfehlung * Sowing and reaping and cooking : Book Recommendation

Ahhhhh ! Das ist doch nur Werbung ! Nö.

Ich habe ein wunderschönes neues Lieblingsbuch - ganz passend zur Jahreszeit. Es geht um selbstgezogenes Gemüse - ums Gärtnern, ums Kochen . Das neue Lieblingsbuch heißt "Gärtnermahl"- und ich bin so froh, daß ich beides - das Buch und meine Idee vom Gemüsegarten in einem Blogbeitrag zeigen kann.




Für mich ist Gärtnern und Kochen eine perfekte Kombination. Denn genau darum habe ich seit letztem Jahr einen Squarefootgarden und ganz viele Kräutertöpfe.

Meinen Blogbeitrag habe ich in zwei Teile aufgeteilt : zuerst zeige und bespreche ich das Buch,
danach geht es um meinen Garten,. Insbesondere um den "Gemüsegarten" - also um das Squarefoot - Hochbeet , Gemüseanbau auf ganz wenig Raum


Nun aber zum Buch - es heißt


säen ernten kochen


Gärtnermahl ist vom EMF Verlag, 
Autoren sind Nadja Buchczik & Anton Enns.
Hardcover, 176 Seiten, Preis 24,99€


Worum geht es ? 
Ja - natürlich ums Gärtnern und Kochen.
Das Buch richtet sich an alle, die gerne Gemüse und Kräuter selber anbauen möchten, denen aber eigentlich der Platz dafür fehlt. Dieses Buch ist ein Starter-Buch. Also für alle, die jetzt endlich mit dem Anbau von Gemüse beginnen wollen.


"Das Leben beginnt mit dem Tag, an dem man einen Garten anlegt."
Oder eben dann, wenn in Töpfe und Kästen auf Balkon, 
Terasse oder Hinterhof die eigenen Kräuter und Gemüsepflanzen einziehen.


Aufbau:
Das Buch besteht aus 2 Teilen.

Teil 1  

Der Start ins Gärtnerleben beschäftigt sich mit den Grundlagen
* Platz da ! Gute Planung ist die halbe Ernte
* Träume und Möglichkeiten: Standort und geeignete Pflanzenauswahl
* Balkone
* Die Hardware: Werkzeuge, Pflanzgefäße
* Pflanzen in ihrem Element: Erde und Düngung
* Husch, husch ins Töpfchen: Gefässe bepflanzen
* Die Pflanzen, Qual der Pflanzenwahl, Aussaat und Samenernte,
   Pflanzen vermehren, Pflanzen überwintern
* Pflanzenpflege, Gießen, Düngen, Freund und Feind
* Exkurs : Kulinarischer Spaziergang
 

Teil 2
Frisch aus dem Topf es um die einzelnen Pflanzen und passende Rezepte

vor jedem Rezeptbereich gibt es eine sehr schön gestaltete Übersicht von Pflanzensorten mit
Angaben über den Anbau. Es beginnt mit Kräutern, gefolgt von Gemüse, Blumen und Obst.
Auf einer Doppelseite flankiert jeweils ein sehr schön gestaltes Foto ein Rezept.

Die Rezepte und Pflanzensteckbriefe sind auf Seite 56 bis 170 zu finden.

Den Abschluß bilden Grundrezepte auf Seite 160 bis 171 und natürlich das Register.


Also schlagen wir das Buch mal auf:








Stärken :
Das Buch gibt viele Tipps rund um den Anbau von eigenem Gemüse und Kräutern auf ganz wenig Raum - und damit ist es eigentlich für Städter gedacht. Oder eben für Leute mit wenig Platz - und das macht das Buch auch für mich sehr reizvoll, denn bedauerlicherweise hat man auf dem Land nicht immer riesige Grundstücke.

Aus diesem Grund ist das Buch meiner Meinung nach auch ein sehr gutes Buch für jeden, der erstmal klein anfangen will. Egal ob auf dem Balkon oder auf dem eigenen Grundstück sofern nicht gleich ein Gemüsegarten geplant werden soll. 

Mir gefällt der entspannte Grundton der Texte. Es wird empfohlen, über verschiedene Aspekte nachgedacht, Tipps gegeben, Grundsätzliches kurz und bündig erklärt. Ganz entspannt. Die Strukturierung der Themen ist gut gelungen und für den Anfang sicher ausführlich genug.

Sehr gut gelungen ist die Aufmachung. Alles ist übersichtlich, klar und schön bebildert.
Auch hier geht es entspannt zu - die vielen Bilder machen Lust darauf weiterzulesen und danach direkt loszulegen. Die Rezepte sind interessant und durchaus nachkochbar. Ich hab es ausprobiert.

Das ganze Buch ist vom Konzept klar und unaufgeregt. Eine schöne "enspannt Gärtnern" - Einstellung und anschließend aus dem selbstgezogenen Gemüse etwas Leckeres kochen -
denn darum geht es doch auch - ums Genießen oder ?



Schwächen:

Wenn man es denn eine Schwäche nennen will - ist das Gärtnern auf kleinstem Raum.
Keine Beete, keine Flächen, keine seitenlangen Abhandlungen über Fruchtfolgen und Fruchtfliegen.
Wer einen Gemüsegarten anlegen will und kann - für den gibt es wohl passenderes und detailliertes auf dem Markt.

Beides will und kann das Buch nicht, und muß es auch nicht.


Fazit:

Ich kenne beides - den Balkon an der Hauptverkehrsstraße in der Stadt und den Gemüsegarten
auf dem Land mit Beerenobst, Kartoffeln, Erdbeeren und meterlangen Rabatten. Und auch das Zwischending: ein Grundstück ohne die Möglichkeit schöne große Gemüsebeete anzulegen.

Hätte ich dieses Buch vor Jahren in der Hand gehabt, hätte ich mich getraut in der Stadt Gemüse anzupflanzen. Dieses Buch macht Mut es einfach auszuprobieren.

Auch für Gärtner auf dem Land mit wenig Platz für Gemüse ist das Buch eine Inspiration.
Und die Rezepte sind allemal klasse.




An dieser Stelle mein herzlichster Dank an die Redaktion von EMF, die mir das Buch kostenfrei
zur Verfügung gestellt hat.


Die Gemüsegartenzeit kann beginnen !
Buchvorstellung  - Ende.





Mein Garten

Ich wohne auf dem Land mitten im Dorf. Wir haben einen 100m² großen gepflasterten/gekiestem Hof, und nur um die 90m² Garten, der vollgestopft ist mit Obstbäumen, Obststräuchern, einem Hühnerstall mit - Auslauf, über 20 Rosen und ebensovielen Clematis. 15m Buchshecke und 2 riesige über 2m hohe Buchskegel passen hinein, zwei kleine Wasserbecken für Froschbesuch und als Swimmingpool für Lurche. Gar nicht hinein hat Gemüse gepaßt. Das fand ich immer sehr schade.




Wer meinen Blog kennt, war hier bereits zu Besuch:

Auf dem Hof

 



Hühnervilla mit Gehege (18m²) und Hollunder

 



Buchs- und Rosengarten (24m²) mit Brombeere 



Innengarten zwischen Häusern und Mauern mit 2 Apfel- & 2 Birnenbäumen
und einer kleinen Kiesfläche (30m²)




Dann ist da noch die Obstecke mit dem zweiten Holunder, Himbeeren, 2 schwarzen und 1 weißen Johannisbeere, 2 Stachelbeeren, 1 Mini-Erdbeerbeet, 1 kleinen Tee- & Kräuterbeet (16m²)

http://4.bp.blogspot.com/-MVU73nb1QKQ/U8Z51rYrAEI/AAAAAAAAJ68/6A_wOGpT6Ag/s1600/4.jpg



Ganz in der Ecke ist der ehemalige Wäschetrockenplatz zwischen Mauer und Haus (4m²) -
hier gibt es ein winziges Waldbeet mit Riesenfarn und rosa Clematis und unsere 2 Komposter.
Also kein Platz für Gemüse.

 



Letztes Jahr haben wir uns wegen des geringen Platzes auf unserem Hof ein Hochbeet gebaut. Ich wollte einfach ein bischen Gemüse selber ziehen. Nicht aus ökologischen oder finanziellen Erwägungen, denn von Selbstversorgung ist ein 4 köpfiger Haushalt mit einem 5 Quadratmeter Beet Lichtjahre entfernt.

Nein, einfach weil es so unglaublich schön ist, kurz nach draußen zu springen, um ein paar Blätter Pflücksalat zu holen, frischen Dill für den Frühstückslachs am Sonntag, kleine Tomaten vom Strauch zu pflücken und gleich draußen zu essen.




Petersilie und andere Kräuter für Kräuterquark habe ich schon länger in diversen kleinen Ecken im Garten. Ein bischen Minze und Wasserminze, Melisse, Liebstöckel und Beerensträucher habe ich in den Garten gequetscht. Aber für Gemüse fehlt der Platz. Die Lösung war - wie gesagt - ein Hochbeet.

Wir haben uns welche auf diversen "Garden & Home" Ausstellungen angesehen, aber sind beim Ansehen der Preisschilder fast umgekippt. Natürlich waren die Beete sehr gut verarbeitet und aus gutem Holz, aber in der von uns gewünschten Vollausstattung kamen wir auf rund 250€ -500€ für einen Quadratmeter.

 http://4.bp.blogspot.com/-beRlSmaVXOc/VZa9BkXrYKI/AAAAAAAAOvw/SxSn5ZFqkhM/s320/1ac.jpg


Also echt. Dafür könnten wir uns Gemüse vom Demeterhof bringen lassen und zwar bis ins Haus.

Die Alternative ist natürlich selberbauen, ohne Langlebigkeitsgarantie, ohne zauberhafte Details, aber das Beet funktioniert auch in der Sparversion aus sägerauhen Bohlen und ganz einfachen Latten. Preis für 5 Quadratmeter : 65€






Das Beet ist zwar nicht das größte, aber wir konnten reichlich ernten ! Für uns hat sich das Bauen und Anpflanzen sehr gelohnt. Wir hatten fast durchgehend bis in den Herbst Pflücksalat, Kräuter, einige Gemüse und sehr viele Tomaten






Wir haben bis Januar durchgehend geerntet. Im Januar gabe es dank des kaum vorhandenen Winters und der geschützten Lage noch Petersilie und Mangold. Im Dezember sogar noch Karotten, Radieschen und Tomaten und das in Norddeutschland !

 



Und dieses Jahr kommen noch ein paar Töpfe hinzu. Einen Rhabarber habe ich in einen großen Topf gepflanzt, und das Beet ist auch schon fertig eingesät .... wer mehr sehen möchte, kann das im Laufe der nächsten Woche hier auf meinem Blog. 

Ich habe gehofft, daß das Beet so viel Freude bereitet und habe letztes Jahr das Gärtnern und natürlich das Ernten so sehr genossen. Es ist unglaublich, was man auf wenig Raum so alles unterbekommt, wenn man ein paar Kniffe kennt, und sich einfach mal traut.


 

 Ich hoffe, der Beitrag war Euch nicht lang(weilig) - aber Gärtnern auch im Kleinen ist echt meins.

Morgen nehme ich Euch mit auf eine kleine kulinarische Exkursion : Es gibt Bärlauch ! und hoffenltich den hübschen kleinen Pünktchen-Untersetzer in rot rosa weiß...

Macht es Euch schön !
Eure Eva






Kommentare:

  1. Liebe Eva,
    sehr schöne Fotos und das Buch und die Impressionen die du zeigst sehen sehr vielversprechend aus.
    Einen schönen Tag und guten Wochenstart wünscht dir Tatjana

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  2. Liebe Eva,
    ist so schön deine Freude am Garten mitzuerleben. Und wie wunderbar auf so kleinem Raum so viele verschiedene Pflanzen zu kultivieren. Hab einen riesigen Garten könnte dir gerne was abgeben, denn ich komme nicht nach mit der Gartenarbeit und durch die Schnecken ist die Lust so oft getrübt. Habe aber am Fensterbrett schon angefangen einiges zu ziehen in der Hoffnung des bleibt wenn es ausgepflanzt ist von den lieben Tierchen verschont. Es ist eine wunderbare Zeit die man im Garten verbringt da verliere ich mich oft und merke erst abends im Bett den Rücken. Sei lieb gegrüßt und die schönen Sitzkissen mit Kirschblüte und Punkte schwirren mir auch im Kopf herum, hätte Lust sie auch anzufangen. Aber ich bin leider auch kein Tausenfüssler/Händler und so hüft vieles im Kopf herum. Is ja auch schön....Deine Judith....

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  3. Liebe Eva,
    das ist total beeindruckend! Mit einem Hochbeet liebäugel ich schon seit Jahren. Dann sagt meine Faulheit wieder, dass man alles kaufen kann und die miesen, fiesen Schnecken mir alles wegfressen würden.
    Nun fühle ich mich sehr inspiriert und würde am liebsten gleich mit dem Bau beginnen. Es ist noch nicht Weihnachten, aber ich wünsche mir weitere Berichte von deinem Beet. Jedes "schmutzige" Detail, bittesehr! ;--)
    Liebe Grüße, deine Heike

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    1. Hallo liebe Heike !

      Danke für Deinen Kommentar - ich war auch lange am hin- und her- überlegen. Bei
      mir siegt inzwischen die Variante : einfach mal ausprobieren. Deshalb wollte ich
      auch nicht so viel investieren. Womöglich hätte das Gärtnern auf dem Hof nicht
      funktioniert, und dann stände da eine kleine Investition ohne Sinn herum.

      Mehr "schmutzige" Details über das Squarefoot - Beet gibt bei mir am Donnerstag hier
      auf dem Blog
      Viele Grüße, Deine Eva

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  4. Das sieht ja wunderschön bei dir aus, gefällt mir und dein Hochbeet ist super. Danke für die vielen tollen Tipps.
    Liebe Grüße Annerose

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  5. Liebe Eva,
    schon so lange war ich nicht mehr bei Dir zu Besuch, und jetzt, wo ich heute hier reinstolpere, empfängt mich dieser wunderbare Post. Das Buch hört sich sehr verlockend an (aber das trifft ja grundsätzlich auf alle Bücher aus diesem Verlag zu) und Deine Bilder sind mal wieder soooo schön.
    Aber weisst Du, was der Hammer ist? Die Sache mit Deinem Garten. Weeeeeheeeeil: Wir haben ein Grundstück von 1000 m2, darauf steht das Haus, die Garage, ein Teil ist mit Verbundsteinen belegt, einen gekiesten Sitzplatz gibt es, dann sind da ein paar Blumenrabatten, eine Ligusterhecke (die dieses Jahr endlich mal richtig schön wird und ganz viele Blütenknospen angesetzt hat), ein alter, grosser Kirschbaum, ein Zwetschgenbaum, ein ganz junger Apfelbaum, ein paar Säulenobstbäumchen und ein Miniteichlein haben wir seit ein paar Wochen auch. Ja, und jedes Mal, wenn ich meinem Freund mitteile, dass ich gerne noch den einen oder anderen Baum hätte (zum Beispiel einen zweiten Apfelbaum) kommt die Antwort: "Aber wir haben doch gar keinen Platz mehr!" Muahaahahahahahaha... Heute Abend werde ich ihm mal zeigen, was ihr so alles auf 90 m2 unterbringt! Und es sieht so so so so superschön aus bei euch! Danke für diese Inspiration.
    Herzliche Grüsse an Dich,
    Nadia
    P.S.: Die Sache mit dem Gemüseanbau lasse ich zumindest für dieses Jahr sein. Aber vielleicht nächstes Jahr, wer weiss...

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Wie schön, daß Du einen Kommentar schreibst ! Deine Eva