Donnerstag, 25. April 2013

Flechtwerk aus Haselzweigen * Wattle fence of hazel branches


 Gestern mußte unsere Hecke auf dem Hof gekürzt werden. Die Hecke besteht aus Felsenbirne, Schlehe, Weißdorn, Haselnuß, Ahorn und Cornellkirsche. Die Haselnuß ist letztes Jahr richtig schnell gewachsen und hatte meterlange senkrechte Triebe. Die mußten ab, eine über 3m hohe Hecke reicht wirklich.



Wohin bloß mit den Ästen ?

Eigentlich wollte ich diese Woche einen Rankkegel aus Weidengeflecht kaufen. Ich habe einen schönen Blutweiderich, der mir leider immer auseinanderfällt. Da sollte nun irgendwas darüber - damit die Staude beim Durchwachsen Halt bekommt. Meine erste Idee war also, mir so einen Kegel zu binden. Dann wären aber noch sehr viele Äste übrig geblieben. Was also aus einem armvoll Ästen machen ?




 Genau ! 
Einen Flechtzaun für die Kräuterecke


Also habe ich mir ein paar Haseltriebe genommen und daraus einen Zaun geflochten. Das war VIEL einfacher, als ich dachte. Ich bin so stolz auf das Ergebnis. Absolut ideal für den Kräutergarten. Das sieht nach Bauerngarten aus und passt gut.
Der Engelwurz, der gerade erst aus dem Boden schaut und meine Liebstöckel haben auch noch einen Rankkegel abbekommen.

Das Vogelfutterhaus, das ich vor 2 Jahren geflochten habe, ist mürbe geworden, reichlich schäbig - und darf im Kräuterbeet malerisch vor sich hin kompostieren. Die Kräuter sind noch ganz klein. Und mit etwas Glück kommt morgen noch das eine oder andere Küchenkraut dazu, wenn ich in der nächsten Gärtnerei etwas schönes finde. Zur Zeit habe ich Liebstöckel, Ysop, Engelwurz, Thymian, Majoran, Salbei und Rosmarin in dem kleinen Beet. Nun fehlt nur noch Schnittlauch und glatte Petersilie....
und so sieht das kleine Eckchen nun aus :


 jetzt muß alles nur noch wachsen, damit es "vernünftig" aussieht, und ich ordentlich viele Kräuter 
verwenden kann. Zum Beispiel : Ofenkartoffeln mit Kräuterfrischkäse - das gibt es morgen.


Bis dann !
Eure Eva




Mittwoch, 24. April 2013

dreierlei Akelei * three Columbine


Die Akeleien mußten einfach mit zu mir nach Hause. Kennt Ihr auch diese bösen Gärtnerein, 
die die schönsten Blumen auf großen Tischen direkt hinter ihrem Zaun und ganz dicht an der 
Straße platzieren ? Das ist einfach unfair. Selbst wenn ich mir vornehme, mit Tunnelblick daran 
vorbei zu fahren, sehe ich schon von weitem wogende Blumen. Dann ist es passiert. 
Blinker nach rechts, rein in die Parkbucht.




Und ehe ich mich versehe, bin ich nicht mehr mit dem Auto auf dem Weg von A nach B 
sondern auf dem Weg zwischen Akelei und Buchsbaum. 

 *

Natürlich wird dann ALLES begutachtet was da so wächst und schon mal überlegt, wo ich
"zum Fuchs nochmal " dafür auf meinen 80 m² Garten einen Platz finden könnte.


Ich glaube irgendwann muß ich einen "Hängegarten" anlegen ( nein nicht wirklich ), aber meine
Beete sind bald wirklich komplett und lückenlos bepflanzt. Ich habe jetzt schon Probleme 
geeignete Stellen für meine Neuerwerbungen zu finden. 


 *




Nicht das nicht noch freie Stellen im Beet wären, aber wenn ich anfange zu graben, dann finde 
ich : kleine Triebe, Wurzelausläufer, frisch aufgekeimte Samen von Blumen, oder noch 
schlimmer : Blumenzwiebeln. 

Also alles wieder vorsichtig zudecken, und einen Topf bepflanzen. Erst einmal.
Bis ich die Stelle finde, unter der noch nichts keimt, wächst oder treibt.







Irgendwo ist bestimmt noch eine freie Stelle.
Ich bin mir sicher.

✿  ~



Ach ja - mein Mann hat heute unsere Hof - Hecke geschnitten - und ich zeige Euch morgen, was ich aus dem Schnittgut gemacht habe.


Viel Spaß in Eurem Garten !
Eure Eva


Dienstag, 23. April 2013

Heute gibt es Brownies und nochmal Blumen * Brownies to go ( into the garden )


Gestern habe ich nach der Gartenarbeit zu meiner Belohnung ein paar Brownies gebacken. 

Ich mag jetzt keine Ostereier mehr essen - noch nicht mal die von Lindt ( und auch nicht die 3 kleinen Weihnachtsmänner, die in meinem Nachttisch gewohnt haben. Auch die sind jetzt weg - herzlos von mir in den Teig gekrümelt und verbacken ... schäm ).



Es waren meine ersten Brownies - denn ich bin eher der Topfkuchen - Torten - Muffin Typ. 
Brownies standen auf der " muß ich mal ausprobieren " - Liste. Die Schokolade ( 600 g ! ) waren meine  zusammengesuchten Reste.


Ostern ist nun schon eine ganze Weile her ist und noch immer lagen ein paar Ostereier herum. Zusammen mit den Zartbitterschokoladen, die sich bei mir türmen, habe ich alles zu Brownies verarbeitet. Für mich ist Zartbitterschokolade ein Graus, warum bekomme ich eigentlich immer welche geschenkt ?


Also alles auspacken und zerkleinern - nicht zu fein, damit ein paar schöne Stückchen im Teig erhalten bleiben.



Da ich Kuhbonbons liebe - und der Gedanke an Karamellstückchen einfach zu verführerisch war, habe ich noch 6 Stück kleingeschnitten. Von den Schokostücken eine halbe Tasse beiseitestellen und mit den Kuhbonbonstücken vermischen. Die restliche Schokolade zusammen mit 4 Eßlöffel warmen Wasser im Wasserbad bei möglichst niedriger Temperatur schmelzen lassen.



was man außer den 600g (!!!) Schokolade braucht ist:
  135g Butter, 6 Eier, 240g Rohrzucker ( weißer Zucker geht auch ) , 180g Mehl, etwas Butter für die Backform, Puderzucker oder Schokoguß
 .... und eine Backform ca 22x30cm wenn die Brownies höher als 2 cm werden sollen.






Die Backform buttern - eventuell noch mit Mehl einstäuben. Ofen auf 170°C Umluft vorheizen.


Die Butter würfeln und in die warme Schokolade geben und sorgfältig verrühren. Eier und Zucker mit dem Rührgerät ordentlich schaumig rühren, Schokoladen-Butter-Masse langsam unterrühren. Wichtig: die Schokoladenmasse darf keinesfalls heiß sein - dann gart der Teig schon in der Schüssel. Das Mehl über die Masse stäuben, die zur Seite gestellten Schokostückchen + Kuhbonbonkrümel auf dem Mehl verteilen und alles vorsichtig mit einem Schneebesen unterheben.


Die Masse in die vorbereitete Backform gießen und in den Ofen schieben. Nun 20 - 25 Minuten backen.
Abkühlen lassen, in der Form schneiden und vorsichtig herausheben. Etwas Puderzucker darüber - oder - wenn man ein Schokoholic ist mit Schokoladenguß versehen.


*


etwas Puderzucker darüber und eine große Tasse heißen Milchkaffee dazu, ein Kissen schnappen und in den Garten setzen.






So muß der Frühling sein !





und morgen geht es wieder in den Garten - die frisch gekauften Akelei eingraben.


... bis dann, Eure Eva










Montag, 22. April 2013

ab in den Garten : wo ist der Frühling ? * gardening : search for the Spring

Momentan bin ich in jeder freien Minute bis zu den Ohren im Gartenbeet und versuche das Laub aus dem letzten Jahr heraus zu fitzeln, Töpfe auszuleeren, die Rosen und Clematis werden ausgepackt
Ich pflanze gerade hin und her, fülle Lücken, und versuche einen Teil des Gartens pflanzenfrei zu bekommen. Warum das so sein soll - zeige ich Euch später. Die eine oder andere Ecke hat ein paar Gänseblümchen und Vergißmeinicht verordnet bekommen, damit es etwas mehr nach Frühling aussieht.

Ich nehme Euch mal mit und zeige Euch ein paar Ecken :










.... das Warten auf die Frühlingsblüten beginnt, und ich gehe jeden Tag nachsehen, ob es endlich soweit ist.
Ein paar Ecken haben schon einen winzigen Blütenteppich - hier Schneeglanz, der über die Jahre schön verwildert.




hier sieht es noch traurig aus. Meine dunkelste Schattenecke, direkt unter dem großen Holunder, der noch keine Blätter hat. Rechts ein Stückchen Waldboden-Pflanzen mit kleinen Farnen, Lungenkraut, roter Christrose, Salomonssiegel, Schneeglöckchen - die aber entweder noch nicht oder nicht mehr blühen - bis auf das rosa Lungenkraut


Ein paar Gartenkräuter haben den Winter überlebt - super - dann gibt es bald leckere Ofenkartoffeln mit Kräuterbutter.


Die prächtigen Krokusse sind nun verblüht - die im Winter gesetzten Jeanne d'Arc waren ein Traum in weiß.
Und so sahen sie aus:



Zur Belohnung habe ich mir Brownies gebacken, die gibt es morgen zu einer große Tasse Kaffee
Bis morgen , Eure Eva




Donnerstag, 18. April 2013

Bärlauch * ransoms * Черемша * mit Rezept und Deko


Bei diesem herrlichen Wetter explodiert der Frühling ! Der Wald bekommt einen grünen Pelz aus Bärlauch, alles ist knackig grün.






Das Wasser fließt in murmelnden kleinen Bächen durch den Wald ...

man kann Frösche und Kröten fangen.



Den gesammelten Bärlauch habe ich bis zur Verwendung in eine hohe Vase gesteckt und als Kurzzeitdeko verwendet. Wirklich dekorieren lassen sich nur die Blüten, wenn man Knoblauchduft mag - die Blätter halten höchstens 1-2 Tage. Das ist zwar nur kurz aber schön:





und wenn man sich sattgesehen hat - so nach ein paar Stunden - dann einfach kurz abspülen, kleinschneiden, und was Leckeres daraus zaubern, wir haben daraus Bärlauch-Yufka mit Pilzen und Käse gebacken:



 frisch sieht es am Besten aus, gebacken ist es aber leckerer :





Das Bund mit Bärlauch - Blättern haben wir in Streifen und die 125g Champignons in Scheiben geschnitten. Die Form ausgebuttert, die Yufka Blätter hineingelegt. Darauf Bärlauch und Pilze verteilen, eine Sauce aus 1 Schale Frischkäse, 2 Bechern Sahne, 6 Eiern und Salz darübergießen. 125g geriebenen Gouda obendrauf und ab in den vorgeheizten Backofen. Bei 175°C Umluft ca 30 Minuten backen




Bis dann, Eure Eva











Mittwoch, 17. April 2013

Sammelsurium aus Muscheln und anderem ! Mingel-mangel make a Smorgasbord with shells and something else !



Hach was ich diesen Krimskrams liebe. 
Aber nicht einfach so verkramt, sondern als feines Sammelsurium in Szene gesetzt !


ein schöner Mix aus Muscheln, Draht, Sisalschnur und etwas Drumherum
Ich finde jedes für sich schon schön: Perlmuttfarbene Meeresschneckenhäuser mit einem Hauch blau und grün ....


skurrile Krebshäuser in rose und offwhite


ein bischen fast weißen Lackdraht


Spulen mit Gartenschnur


kleine Muschelhäuschen, matt creme


und diese wunderschönen weißen Muschelschalen


Diesesmal sind es keine gesammelten Muscheln, sondern welche die ab morgen in meinem Shop zu finden sind.... falls man gerade nicht ans Meer kommt. Oder einfach mal wieder im Fundus kramen -
schleppt Ihr auch immer so viele Muscheln nach Hause ?
Hach - ich hab so Fernweh !

Liebe Grüße !
Eure Eva